
Bücken für Vitamine - Heidelbeerenernte startet in Brandenburg
Die Fruchtfolge sorgt nun auch in Brandenburg für den nächsten süßen Termin: Die Heidelbeeren wollen vom Strauch. Die Landwirte bieten die Früchte zum Selbstpflücken an. Nötig sind dafür nur ein paar Bauchmuskeln, Geduld und Toleranz für blaue Finger.
Nach Spargel und Erdbeeren sind nun die Heidelbeeren an der Reihe: Seit Mittwoch können die kleinen, blauen Vitaminbomben auf den angepflanzten Heidelbeerfeldern in Brandenburg von den Büschen gepflückt werden. Auf landesweit rund 100 Hektar werden die Früchte angebaut.
Seit 2006 verdoppelte sich nach Angaben des Agrarministeriums die Fläche nahezu. Im vergangenen Jahr wurden knapp 288 Tonnen geerntet. Im Vergleich zum Spitzenreiter Niedersachsen mit 6665 Tonnen ist das allerdings nur eine sehr kleine Menge.
Erntezeit reicht bis Mitte September
Auf Brandenburger Feldern wachsen Kulturheidelbeeren. Diese Art stammt von nordamerikanischen Wildformen ab. In Deutschland begann die Heidelbeerzüchtung 1930. Erste große Kulturheidelbeerfelder wurden 1950 in der Lüneburger Heide angelegt.
Gängige Sorten sind Duke, Reka, Elisabeth oder Blue Crop. Die Ernte ist ab Mitte Juli bis September möglich. Die Sträucher werden bis zu zwei Meter hoch. Sie haben große Früchte. Im Gegensatz zu den Wald-Blaubeeren können sie die Zunge und auch die Kleidung verfärben. Blaubeeren gehören zu den ältesten bekannten Wildfrüchten.
Die Beere zum Abnehmen
Die Früchte wirken blutfettsenkend, helfen aufgrund des geringen Natrium- und des hohen Kaliumgehaltes beim Abnehmen und sind reich an Antioxidantien, die das Krebsrisiko senken können.
Der Heidelbeer-Saison wird in diesem Jahr auf dem Spargel- und Erlebnishof Buschmann und Winkelmann eröffnet. Das Unternehmen verfügt über Plantagen, vorrangig für die Selbstpflücker.

