
Quote bei 10,9 Prozent - Arbeitslosenzahlen in der Region sind leicht gestiegen
Als er seinen Rücktritt ankündigte, hat Matthias Platzeck unter anderem darauf hingewiesen, dass die Arbeitslosenquote in Brandenburg stabil unter zehn Prozent liegt. Auch im Juli hat sich daran nichts geändert. Zwar sind im zurückliegenden Monat etwas mehr Menschen arbeitslos gewesen als noch im Juni. Im Vergleich zum Juli 2012 gingen die Zahlen aber zurück.
Die Zahl der Arbeitslosen ist in Berlin und Brandenburg im Juli leicht gestiegen. Wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch mitteilte, waren insgesamt 341.353 Menschen ohne Job. Das sind 5.683 mehr als im Vormonat, aber 8.873 weniger als im Juli 2012. Die Quote stieg in der Region von 10,7 auf 10,9 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie aber noch bei 11,3 Prozent gelegen.

Leichter Anstieg in Berlin - fast keine Veränderung in Brandenburg
In Berlin stieg die Arbeitslosenquote saisonbedingt um 0,2 Prozentpunkte auf 11,8 Prozent. 212.757 waren Berliner arbeitslos gemeldet. Das waren 3.977 mehr als im Juni, aber 3.854 weniger als im Vorjahresmonat.
Gegenüber dem Vorjahr sank die Quote um 0,5 Prozentpunkte. Der Anstieg der Arbeitslosenzahl habe ausschließlich saisonale Gründe, sagte der Chef der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg, Dieter Wagon. "Im Ferienmonat geht die Arbeitskräftenachfrage zurück, viele Betriebe machen Urlaub und verschieben Personaleinstellungen auf die Zeit nach der Sommerpause."
In Brandenburg stieg die Zahl der Arbeitslosen auf 128.596. Das sind 1.706 mehr als im Juni, aber 5.019 weniger als im Juli 2012. Saisonbereinigt sank die Zahl auch im Vergleich zum Juni 2013 um 1.000.
Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Prozentpunkte leicht an und liegt jetzt bei 9,6 Prozent. Im Juli 2012 hatte sie noch bei 10,0 Prozent gelegen.
Im Mai und Juni waren die Arbeitslosenzahlen noch gesunken
Im Mai und Juni 2013 hatte die allgemeine Frühjahrs- und Sommerbelebung noch zu einem leichten Rückgang der Arbeitslosenzahlen geführt. So waren im Juni in Berlin 208.780 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 4.093 weniger als im Mai und 3.134 weniger als vor einem Jahr. Damit lag die Arbeitslosenquote in der Hauptstadt bei 11,6 Prozent. Sie sank um 0,2 Prozentpunkte unter den Wert des Vormonats und war 0,4 Prozentpunkte niedriger als noch vor einem Jahr.
Der Chef der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg, Dieter Wagon, hatte die Juni-Zahlen positiv bewertet. Die konjunkturelle Situation in Berlin sei gut, sagte Wagon. Das zeige sich auch am Arbeitsmarkt. Vor allem Arbeitssuchende unter 25 Jahren hätten von der Belebung profitiert. Dies gelte auch für Brandenburg, wo sich die Zahlen im Juni ebenfalls verbessert hatten.
Laut Angaben der Arbeitsagentur war die Zahl der gemeldeten Arbeitslosen in Brandenburg im Juni im Vergleich zum Vormonat um 4648 auf 126.890 zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote hatte bei 9,5 Prozent und damit um 0,3 Prozentpunkte unter den Zahlen von Mai gelegen. Verglichen mit dem Vorjahresmonat, waren im Juni 4366 Brandenburger weniger arbeitslos gewesen - das hatte einem Rückgang um ebenfalls 0,3 Punkte entsprochen.
Die Statistik: Blick auf die Zahlen der Arbeitsagentur
Arbeitslosenzahl geht auch bundesweit etwas nach oben
Auch bundesweit sind die Arbeitslosenzahlen im Juli leicht gestiegen. Insgesamt waren 2,914 Millionen Menschen ohne Arbeit. Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Mittwoch in Nürnberg mitteilte, sind dies 49.000 mehr als im Juni gewesen. Die Arbeitslosenquote sei damit um 0,2 Prozentpunkte auf 6,8 Prozent angestiegen.
Der Chef der Bundesagentur, Frank-Jürgen Weise, führte den Anstieg der Zahlen auf die einsetzende Sommerpause zurück. Der Anstieg beruhe vor allem darauf, dass sich Jugendliche nach Ende der Schul- oder Berufsausbildung vorübergehend arbeitslos meldeten. Die Wirtschaft sei im zweiten Quartal aber offenbar wieder stärker gewachsen. "Davon profitiert auch der Arbeitsmarkt", erklärte Weise.
Zahl der Erwerbstätigen ist weiter gestiegen
Trotz der ferienbedingten Sommerflaute ist die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland im Juli weiter angestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch bekanntgab, waren im Juli insgesamt 41,8 Millionen Personen erwerbstätig. Gegenüber Juni 2012 war das ein Plus von 232.000 (plus 0,6 Prozent).
Damit hat sich die Zahl der Erwerbstätigen weiter positiv entwickelt. Bereits in den Monaten März bis Mai 2013 hatte die Zuwachsrate im Vergleich zum Vorjahresmonat jeweils bei 0,6 Prozent gelegen.

