
Tagebau Welzow Süd - Bürger in Welzow werden über Braunkohleplan informiert
Was wurde geändert an den Plänen für einen neuen Tagebau Welzow Süd II? Betroffene Bürger in Welzow konnten am Mittwochabend auf einer Informationsveranstaltung im Kulturhaus Fragen stellen.
Um über die geänderten Pläne für einen neuen Tagebau Welzow Süd II zu informieren, lud die Welzower Bürgermeisterin Birgit Zuchold (SPD) die Bürger der Stadt am Mittwoch ins Kulturhaus Welzow (Spree-Neiße) ein. Der Termin ist im Verfahren der Planung formal nicht vorgesehen.
Er diente aber laut Uwe Sell von der Gemeinsamen Landesplanung dazu, die Bürger der am stärksten betroffenen Stadt über die Änderungen im neuen Entwurf des Braunkohlenplans zu informieren. Damit erhielten die Welzower die Möglichkeit, Fragen zu stellen und sich so gut auf Stellungnahmen vorzubereiten zu können, sagte Sell rbb-online.
Themen: Umsiedlungen und Landwirtschaft
Man berücksichtige mit diesem Angebot an die Stadt die besondere Betroffenheit Welzows in Bezug auf Umsiedlungen. Man wolle die Gründe für die Pläne erläutern. Auch nach dem aktuellen Planentwurf ist die Umsiedlung von insgesamt 810 Menschen vorgesehen.
Erste Stellungnahmen gehen bereits ein
Doch mit dem Gros an Rückmeldungen rechnet die Gemeinsame Landesplanung erst gegen Ende der Auslegung. Auch Behörden hätten sich noch nicht zurückgemeldet, so Sell.
Neuer Entwurf liegt im Welzower Rathaus aus
Im letzten Beteiligungsverfahren für den ersten Entwurf des Braunkohlenplans hatte es knapp 5.000 Einwendungen von Betroffenen gegeben. In den Stellungnahmen wurden unter anderem Verfahrensfehler kritisiert. Außerdem wurden Sorgen um den Klimaschutz oder Angst vor Rutschungen geäußert, ebenso ging es um die Umsiedlungen. Viele Kritikpunkte wurden aufgenommen und sind in den neuen Entwurf eingeflossen.
Vattenfall will in dem neuen Teilfeld Welzow Süd II Braunkohle abbauen. 810 Menschen aus Welzow und Umgebung müssten ihre Häuser verlassen.




