
Neues Ausbildungsjahr beginnt - IHK beklagt mangelnde Ausbildungsreife von Azubis
In Deutschland gibt es zu wenig Ausbildungsplätze, hat die Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag mitgeteilt. Doch das gilt nicht für Berlin. Laut Industrie- und Handelskammer müssen sich junge Berliner auf der Suche nach einer Lehrstelle keine Sorgen machen. Allerdings mangele es oft an den Voraussetzungen.
Junge Berliner auf der Suche nach einer Lehrstelle müssen sich aus Sicht der Wirtschaft keine Sorgen machen. Es gebe genügend Angebote, sagte der Sprecher der Industrie- und Handelskammer (IHK), Leif Erichsen, am Donnerstag. Die IHK widersprach damit der Bundesanstalt für Arbeit, nach deren Angaben Berlin zu den Bundesländern gehört, in denen es deutlich mehr Bewerber als Plätze gibt.

Das neue Ausbildungsjahr beginnt in Berlin am 1. September. In der Berliner IHK-Lehrstellenbörse fanden sich zuletzt 350 Plätze in 150 Betrieben. Erichsen sagte, problematisch sei, dass viele Bewerber nicht die nötige Ausbildungsreife hätten. Trotz einer Nachvermittlungsaktion seien im vergangenen Jahr 1100 Lehrstellen unbesetzt geblieben.
"Nicht die Zahl der Ausbildungsplätze ist knapp, sondern die Zahl geeigneter Bewerber", sagte Erichsen. Gerade kleine Unternehmen suchten händeringend nach Azubis.
Die Bundesanstalt für Arbeit hat am Donnerstag bundesweit noch mehr als 146 000 freie Lehrstellen gemeldet. Doch gleichzeitig seien über 200.000 junge Menschen auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz - über 40.000 davon bereits seit mehr als einem Jahr. Häufig passten die Wünsche der Betriebe und die Schulabschlüsse der Jugendlichen nicht zusammen.

