Reinigungskraft (c) dpa

Arbeitsmarkt - Zahl der Nebenjobber in Berlin und Brandenburg steigt

Immer mehr Menschen in Berlin und Brandenburg nehmen einen Zweitjob an – viele, weil sie darauf angewiesen sind. Allerdings ist der Anteil der Minijobber am Arbeitsmarkt immer noch geringer als im Bundesschnitt.

Immer mehr Berliner sind offenbar auf einen Nebenjob angewiesen. 75.000 gehen in der Hauptstadt einem Zweitjob nach, wie aus Daten der Bundesarbeitsagentur hervorgeht. Das sind etwa dreimal so viel wie noch vor zehn Jahren.

Der Anteil der Nebenjobber an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten liegt in der Hauptstadt bei 6,2 Prozent und damit deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 9,1 Prozent.

In Brandenburg haben mehr als 40.000 Menschen einen Nebenjob. Mit 5,2 Prozent liegt der Anteil an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten noch niedriger als in der Hauptstadt.

Zubrot für viele Geringverdiener

Bundesweit bessern rund 2,66 Millionen Beschäftigte ihr Einkommen mit einem Minijob auf. Zumindest ein Teil der Nebenjobber zählt im ersten Job zu den Geringverdienern – bei den Frauen sind es nach Angaben des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung über 50 Prozent, die mit weniger als 1250 Euro brutto nach Hause gehen.

Obwohl sich mit den Nebenjobs nicht viel verdienen lässt – nur ein Viertel erreichte 2001 die damalige Verdienstgrenze von 400 Euro – sind sie für viele attraktiv. Mit Jahresbeginn 2013 wurde die Verdienstgrenze auf 450 Euro angehoben, und die sind abgaben- und steuerfrei.