Ein Niedrigenergiehaus der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft Howoge (Bild: dpa)

HOWOGE baut in Berlin-Karlshorst - "Dahlem des Ostens" bekommt 400 neue Wohnungen

Der Wohnraum in Berlin wird knapp, die Mieten steigen. Die städtischen Wohnungsbaugesellschaften sollen dabei helfen, diesem Trend entgegenzuarbeiten. Am Mittwoch hat die landeseigene HOWOGE den Grundstein für den Bau von 400 neuen Mietwohnungen in Berlin-Karlshorst gelegt. Sie selbst nennt es "Dahlem des Ostens", doch das Wohnen dort soll bezahlbar sein.

Auf dem ehemaligen Gelände der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin-Karlshorst sollen insgesamt 400 Wohnungen entstehen, Ende 2014 könnten die ersten Mieter in den sogenannten Treskow-Höfen einziehen. Der Grundstein für dieses Neubauprojekt der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft HOWOGE wurde am Mittwoch offiziell gelegt- mit dabei waren Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) und Stadtentwicklungssenator Michael Müller (SPD).

"Das Wohnungsbauprojekt Treskow-Höfe ist zukunftsweisend für generationsübergreifende und bezahlbare Wohnquartiere in unserer Stadt", sagte Wowereit bei der Feier. Senator Müller nannte die Mietenpolitik das zentrale Thema für Berlin in den kommenden Jahren. "Die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften sind dabei unsere starken Partner", so Müller.

Auf diese Zusammenarbeit baut der Senat im Kampf gegen steigende Mieten.Laut Müller haben die Gesellschaften seit 2011 rund 14.000 Wohnungen gekauft. Außerdem seien zur Zeit etwa 6.000 Neubauwohnungen in der Planungsphase.

Die Howoge selbst bezeichnet die grüne Wohngegend Karlshorst als "Dahlem des Ostens". Die Mischung aus Gründerzeitbauten, Wohnhäusern aus den 20er und 30er Jahren sowie zahlreichen Einfamilienhäusern und Villen würden den Kiez zu einer der beliebtesten Wohnlagen Berlins machen, heißt es in der Beschreibung des Projektes. Unter anderem entsteht eine Kindertagesstätte mit 90 Plätzen, auch Senioren-WG's sind geplant.

Die energieeffizienten Wohnungen sollen im Herbst 2015 vollständig fertig sein. Zehn Prozent davon sind für Hilfeempfänger reserviert. "Damit folgen wir der Maßgabe des Landes Berlin, bezahlbaren Wohnraum für alle Bevölkerungsschichten zu schaffen", erklärte Geschäftsführerin Stefanie Frensch am MIttwoch bei der Grundsteinlegung.

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