Der Hausarzt Ralph Eisenstein hält in seiner Praxis in Düsseldorf ein Stethoskop in der Hand (Bild: dpa)

Medizinische Versorgung - Mehr ausländische Ärzte in Berlin und Brandenburg

Die Hauptstadt zieht Mediziner aus dem Ausland an. In Berlin arbeiten derzeit rund viermal mehr ausländische Ärzte als noch vor 20 Jahren. Auch in Brandenburg gibt es immer mehr ausländische Mediziner. Gerade in ländlichen Regionen helfen sie, den Ärztemangel auszugleichen.

2012 hatten 1244 Mediziner in Berlin keinen deutschen Pass, so lauten die neuesten Zahlen der Senatsveraltung für Gesundheit. 1991 waren in der Hauptstadt 545 Ärzte aus dem Ausland gemeldet, 2005 waren es 841. Im Unterschied zu anderen Bundesländern wirbt Berlin aber nicht gezielt Gastärzte an, es gibt hier keinen Mangel an Medizinern. Das Interesse aus dem Ausland ist trotzdem groß. Vor allem Ärzte aus Osteuropa und aus Krisenregionen zieht es nach Berlin.

Auch in Brandenburg sind es oft  Mediziner aus dem Ausland, die helfen, den Ärztemangel in ländlichen Regionen auszugleichen. Nach Angaben des brandenburgischen Gesundheitsministeriums haben derzeit rund sechs Prozent aller Mediziner einen ausländischen Pass. Das sei im Vergleich mit anderen ostdeutschen Ländern kein hoher Anteil, er steige aber.

Krankenhäuser beschäftigen oft ausländisches Personal

Besonders in Krankenhäusern werden freie Stellen häufig mit ausländischen Ärzten besetzt. Nach Angaben der Landesärztekammer haben im vergangenen Jahr 662 Ärzte aus dem Ausland in Krankenhäusern in Brandenburg gearbeitet, 2010 waren es noch 510.

Im ambulanten Bereich haben seit Anfang 2009 36 Ärzte und vier Psychotherapeuten Stellen in Praxen angenommen oder eine Praxis übernommen.