Fensterputzer in Berlin (Bild: dpa)

Wenig Dynamik am Arbeitsmarkt - Arbeitslosigkeit in der Region erneut leicht gesunken

Viel bewegt sich derzeit nicht am Arbeitsmarkt. Doch sowohl in Brandenburg als auch in Berlin ist die Arbeitslosenquote im Vergleich zum Vormonat weiter um 0,1 Prozent gesunken. In der Hauptstadt liegt sie damit bei 11,2, in Brandenburg bei 9,1 Prozent. Besonders erfreulich in Brandenburg: Die Zahl der arbeitslosen Menschen unter 25 Jahren ist um fast 1.200 zurückgegangen.

Die positive Entwicklung des Arbeitsmarktes in der Region hält an. Die Zahl der Arbeitslosen in Brandenburg ist im Oktober weiter gesunken. Wie die regionale Arbeitsagentur am Mittwoch mitteilte, waren 122.310 Menschen arbeitslos gemeldet, 504 weniger als im Vormonat und 2.447 weniger als im Oktober 2012. Die Arbeitslosenquote lag bei 9,1 Prozent. Das waren 0,1 Prozentpunkte weniger als im September und 0,2 Punkte weniger als im Oktober 2012. Das Land lag damit unter dem Durchschnittswert für Ostdeutschland von 9,5 Prozent.

"Allein die Zahl der arbeitslosen jungen Menschen unter 25 Jahren ging zum Oktober 2012 um nahezu 1.200 zurück", sagte der Chef der Regionaldirektion, Dieter Wagon. Das zeige, dass die wirtschaftliche Lage weiterhin gut sei, wenn auch die bisherige Dynamik nachlasse.

Gute konjunkturelle Lage

Auch in Berlin ist die Zahl der Arbeitslosen im Oktober leicht zurückgegangen. Doch noch immer hält die Hauptstadt im Ländervergleich den letzten Platz. Nach Angaben der regionalen Arbeitsagentur waren 201.812 Berliner erwerbslos gemeldet, 2.722 weniger als im September und 3.715 weniger als im Oktober 2012. Die Arbeitslosenquote in der Hauptstadt lag damit bei 11,2 Prozent - und damit 0,1 Prozentpunkte unter dem Wert vom September. Im Vergleich zum Oktober 2012 sank die Quote um 0,5 Prozentpunkte.

Nach Ansicht von Wagon trägt auch hier die gute konjunkturelle Lage zur Besserung bei. Die starke Arbeitskräftenachfrage der Berliner Unternehmen zeige sich auch im Anstieg der Zahl offener Stellen, hier waren es 797 mehr als im Oktober 2012. Der Chef der Regionaldirektion hob zudem hervor, dass 2.700 der etwa 3.700 Menschen, die im vergangenen Jahr wieder einen Job fanden, zuvor langzeitarbeitslos gewesen seien.

Altenpflege (Foto:dpa)
Pflegekräfte werden in der Region besonders gesucht.

Nach Einschätzung der Regionaldirektion bewegen sich die sinkenden Arbeitslosenzahlen im Rahmen des üblichen Herbstaufschwungs. Betrachtet man die Zahl der Menschen, die in Berlin und Brandenburg sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren, liegt die Region mit einem Anstieg um 1,5 Prozentpunkte allerdings über dem bundesdeutschen Durchschnitt von 1,2 Prozent. Sowohl in Berlin als auch in Brandenburg wurde ein Stellenzuwachs vor allem im Gesundheitswesen verzeichnet. Aber auch Pflegekräfte und Handwerker wurden gesucht.

Bundesweit mehr als 42 Millionen Erwerbstätige

Bundesweit hat die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland einen neuen Rekordstand erreicht. Im September kletterte ihre Zahl erstmals seit der Wiedervereinigung über 42 Millionen, wie das Statistische Bundesamt ebenfalls am Mittwoch mitteilte. Demnach erhöhte sich die Zahl der Erwerbstätigen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 250.000 oder 0,6 Prozent auf rund 42,1 Millionen.

Gleichzeitig fällt die Herbstbelebung auf dem gesamtdeutschen Arbeitsmarkt aber schwächer aus als in den vergangenen Jahren. Nach Angaben der Bundesagentur waren bundesweit im Oktober 2,8 Millionen Menschen erwerbslos gemeldet. Das waren fast 50.000 weniger als im September dieses Jahres, aber etwa 50.000 mehr als vor einem Jahr. Die Quote liegt jetzt bei 6,5 Prozent.

Mehr zum Thema