
Widerstand der Anwohner - Protest gegen Schweinemastanlage in Klausdorf hat Erfolg
Es wäre bereits die zweite Schweinemastanlage in der Gemeinde Am Mellensee (Teltow-Fläming) gewesen, dementsprechend groß war der Widerstand der Klausdorfer. Sie befürchteten Gestank und das Umkippen ihres Sees. Die Proteste hatten nun Erfolg: Die Agrargesellschaft Sperenberg hat die Verkaufsverhandlungen beendet.
Die Pläne für eine Schweinemast in Klausdorf im Kreis Teltow-Fläming sind offenbar vom Tisch. Wie der rbb am Montag erfuhr, hat die Agrargesellschaft Sperenberg angesichts der heftigen Proteste in der Bevölkerung die Verkaufsverhandlungen mit der "Saalower Mast GmbH" beendet.
Die Saalower Firma wollte in der früheren Rindermastanlage der Agrargesellschaft in Klausdorf eine weitere Schweinemast mit 5.000 Tieren errichten. Diese Pläne hatten in der Region heftigen Widerstand hervorgerufen, eine Bürgerinitiative hatte über 3.000 Unterschriften gegen die Anlage gesammelt. Sie befürchteten vor allen Dingen eine Belastung des nur wenige hundert Meter von der geplanten Mast entfernten Mellensees.

Klausdorf ist als Standort vom Tisch
Der Geschäftsführer der Agrargesellschaft Sperenberg, Gerhard Linde, erklärte dem rbb, dass man die Kritik an der Schweinemast zwar nicht teile, dennoch aber zur Kenntnis nehme, dass ein Großteil der Bevölkerung dagegen sei. Deshalb habe die Agrargesellschaft entschieden, die Verkaufsverhandlungen zu stoppen. "Damit ist das Problem Schweinemast am Standort Klausdorf beendet."
Zuletzt hatten Anfang Oktober knapp 100 Anwohner der umliegenden Ortschaften gegen die Mastanlage protestiert. Sie wäre die zweite in der Gemeinde gewesen. Die Anlieger befürchteten eine weitere Beeinträchtigung der Luftqualität und ein Umkippen des nahegelegenen Mellensees. Denn die auf den Feldern aufgebrachte Gülle belaste das Gewässer schon jetzt sehr stark


