Patient Wolfgang Maaß zieht als erster Patient in das fertiggestellte Gebäude der Charité Campus-Klinik (Quelle: dpa)
Video: rbb Reporter | 26.10.2013 | Beitrag von Alex Königs

Berliner Charité - Ein Krankenhaus zieht um

Das alte und marode Bettenhaus der Charité wird bis 2016 komplett modernisiert. Als Ausweichquartier für die Patienten wurde in den vergangenen Monaten deshalb ein provisorisches Krankenhaus aus Spezialcontainern gebaut. Die rbb Reporter haben den Umzug einer Station in die "Campus Klinik" mehrere Monate lang begleitet.

150 Container mit je 19 Quadratmetern gestapelt zu einem vierstöckigen Gebäude: Das ist das neue Domizil für 339 Patienten der Charité. Weil das Bettenhaus in die Jahre gekommen ist, wird es saniert. Solange gebohrt und gehämmert wird, werden die Patienten, Ärzte und Pfleger im neuen Container-Bau untergebracht.

Für die Charité-Mitarbeiter beginnt nun der aufregende Teil: Alles muss in das neue Krankenhaus umziehen; Medikamente, Verbandsmaterial, Diagnosegeräte, Kühlschränke und natürlich auch die Patienten. Für die Beteiligten ist der Umzug eines ganzen Krankenhauses eine gewaltige Herausforderung, besonders weil auch eine Intensivstation in das Provisorium umziehen muss. Die Station 114i ist direkt an die Herzchirurgie gekoppelt, bei vielen Patienten liegt eine schwere Herz-OP erst wenige Stunden zurück. Sie sind permanent an Überwachungsgeräte angeschlossen und reagieren besonders sensibel auf Veränderungen.

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Umzug in den Container.

Neues Gebäude, neue Bedingungen

Auch für das Personal steht vor neuen Herausforderungen: Sie müssen zusammenrücken und von alten Gewohnheiten Abschied nehmen, denn die "Campus-Klinik", so heißt das Container-Krankenhaus, bietet viel weniger Platz als das alte Bettenhaus. Die rbb-Reporter haben die Station 114i in den vergangen Monaten viele Male besucht, den Mitarbeitern bei den Vorbereitungen über die Schulter geschaut und den Umzug der Patienten und Mitarbeiter auf die neue Station begleitet.

Beitrag von Alex Königs