Hausfassaden unterschiedlicher Epochen in Berlin (Bild: dpa)

Berliner Wohnungsmarktbarometer 2013 - Experten erwarten steigende Mieten und weniger Mietangebote

Das Gefühl vieler Berliner wird von den Wohnmarkt-Experten geteilt: Laut dem neuen Wohnungsmarktbarometer der Investitionsbank Berlin wird bezahlbarer Wohnraum in der Haupstadt knapp. Vor allem bei preiswerten Wohnungen übersteige die Nachfrage das Angebot stark. Und Besserung ist in den nächsten Jahren wohl nicht in Sicht.

Das Wohnungsangebot in Berlin wird sich weiter verknappen, wohingegen die Mieten weiter steigen werden. Das geht aus dem Wohnungsmarktbarometer 2013 der Investitionsbank Berlin hervor.

Nur im oberen Preissegment gibt es demnach es ein nahezu ausgewogenes Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage bei Mietwohnungen. Vor allem bei preiswerten Wohnungen übersteige die Nachfrage das Angebot stark, heißt es in dem Bericht.

Die Experten erwarten in den nächsten drei Jahren keine Entspannung. Als problematisch wird in dem Wohnungsmarktbarometer eine zu geringe Bautätigkeit in Berlin bezeichnet. Es gebe auch zu wenig Bauflächen. Die Fachleute rechnen damit, dass die Nachfrage nach Wohnraum in fast allen Preisklassen gleich hoch bleibt, die nach preiswerten Wohnungen steigt.

Gleicher Trend bei Eigentumswohnungen

Sowohl preisgünstige Wohnungen mit einer Nettokaltmiete unter sechs Euro pro Quadratmeter als auch Wohnungen im mittleren Segment zwischen sechs und acht Euro pro Quadratmeter werden nach Meinung der Experten in Zukunft knapp. Auch die Sozialwohnungen sind von diesem Trend betroffen.

Dass die Nachfrage künftig das Angebot übersteigt, gilt den Schätzungen zufolge auch für Eigentumswohnungen und Eigenheime.

Dieser Trend spielt potentiellen Investoren in die Hände, die auf dem Berliner Wohnungsmarkt agieren. So hat sich auch das Investitionsklima verbessert: Bis 2011 galt es als schlecht bis durchschnittlich, derzeit bewerten die Experten es als durchschnittlich bis gut. Tendenz steigend.

Die Berliner Investitionsbank, die das Wohnungsmarktbarometer jährlich durchführt, schlussfolgert aus ihren Ergebnissen, dass Berlin insbesondere mehr neue Wohnungen benötigt. Die Einwohnerzahl steige, deshalb müsse auch der Bestand steigen: "Neubau ist das Gebot der Stunde", heißt es in dem Bericht. Das gelte vor allem für preisgünstige Wohnungen.

Für das Wohnungsmarktbarometer 2013 wurden mehr als 280 Experten von Immobilienunternehmen befragt. Es ist keine messbare Analyse, sondern ein Stimmungsbild der Experten.

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