
Leichter Anstieg in Brandenburg - Arbeitslosenzahl in Berlin ist so niedrig wie seit 1993 nicht mehr
Bundesweit ist die Zahl der Arbeitslosen im November leicht gestiegen. Auch in Brandenburg waren etwas mehr Menschen ohne Job. Anders sieht es dagegen in Berlin aus: In der Hauptstadt fiel die Zahl der Menschen, die Arbeitslosengeld I beziehen, erstmals seit 20 Jahren wieder unter die Marke von 200.000.
Die Zahl der Arbeitslosen in Berlin ist im November erstmals seit 20 Jahren unter die Marke von 200.000 gesunken. Wie die regionale Arbeitsagentur am Donnerstag mitteilte, waren 198.993 Berliner erwerbslos gemeldet, 2.819 weniger als im Oktober und 2.332 weniger als im November 2012.
Die Arbeitslosenquote in der Bundeshauptstadt lag damit bei 11,0 Prozent - 0,2 Prozentpunkte unter dem Wert von Oktober. Im Vergleich zum November 2012 sank die Quote um 0,4 Punkte. Die Arbeitsagentur hatte im November 18.920 offene Stellen im Angebot. Das waren 1.604 weniger als im November 2012.
"Verglichen mit den November-Arbeitslosenzahlen der letzten Jahre liegen wir aktuell fast ein Drittel unter dem Spitzenwert vom November 2005. Damals gab es 298.485 Arbeitslose in Berlin", sagte der Chef der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg, Dieter Wagon.
Auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen ging Wagon zufolge im November zurück - um mehr als 1.000 im Vergleich zum Oktober und um mehr als 2.000 im Vergleich zum Vorjahresmonat.

SPD begrüßt die Zahlen
Berlins Arbeitssenatorin Dilek Kolat (SPD) hält es für besonders bemerkenswert, "dass wir in Berlin Langzeitarbeitslosigkeit abbauen, denn das ist gerade vor dem Hintergrund der Berliner Situation eine schwierige Herausforderung". Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) sagte, die sinkende Arbeitslosenzahl mache "vielen Menschen Hoffnung, und es ist auch ein gutes Zwischenzeugnis für die Wirtschafts- und Beschäftigungspolitik des Senats". Berlin müsse die positiven Effekte in der Wirtschaft aber verstetigen und dabei für Existenzgründer von Zukunftsbranchen offen bleiben.
Leichter Anstieg in Brandenburg
In Brandenburg ist die Zahl der Arbeitslosen unterdessen leicht gestiegen. Wie die regionale Arbeitsagentur am Donnerstag mitteilte, waren 123.758 Menschen erwerbslos gemeldet, 1.448 mehr als im Oktober und 1.413 weniger als im November 2012. Die Arbeitslosenquote lag bei 9,2 Prozent nach 9,1 Prozent im Oktober.
"Ein leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit im November entspricht in Brandenburg der saisonüblichen Entwicklung", bemerkte dazu der Chef der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg. Wie Wagon sagte, ist die Arbeitskräftenachfrage im Land trotz jahreszeitlicher Einflüsse weiterhin stabil. Im November wurden in Brandenburg 11.034 offene Stellen gezählt, darunter 2.089 für Teilzeitarbeit. Das waren 998 mehr als ein Jahr zuvor.
Mit seiner Erwerbslosenquote von 9,2 Prozent steht Brandenburg etwas besser da als Ostdeutschland insgesamt (9,6 Prozent). Thüringen (7,4 Prozent) hat im Osten die geringste Arbeitslosigkeit, Mecklenburg-Vorpommern (11,3 Prozent) die höchste.
Auch bundesweit ist die Zahl Arbeitslosen leicht gestiegen. Im November lag sie bei 2.806.000. Das sind 5.000 mehr als im Vormonat Oktober und 55.000 mehr als im November 2012. Die Arbeitslosenquote blieb der Bundesagentur für Arbeit zufolge bei 6,5 Prozent.



