Fahrgäste steigen aus einer S-Bahn (Foto: dpa)

Neue Zahlen des Verkehrsverbundes - Fahrgast-Rekord bei Bus und Bahn

Noch nie sind in Berlin und Brandenburg mehr Menschen mit öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren als in diesem Jahr. Insgesamt geht der Verkehrsverbund für 2013 von 1,3 Milliarden Fahrgästen aus. Die Einnahmen seien durch den Fahrgast-Boom kräftig gestiegen, hieß es.

In Berlin und Brandenburg ist die Zahl der Menschen, die mit Bussen und Bahnen unterwegs sind, auch in diesem Jahr wieder gestiegen. Die Zahl der Fahrgäste im Nahverkehr werde 2013 einen Rekordwert von mehr als 1,3 Milliarden erreichen, prognostizierte der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) am Dienstag. Das entspräche einem Plus von mindestens zehn Millionen Fahrgästen.

Einnahmen stiegen um 46 Millionen Euro

Berlins Verkehrssenator Michael Müller (SPD) begrüßte die positive Entwicklung. "In den letzten 15 Jahren seit Bestehen des Verkehrsverbundes sind die Fahrgastzahlen um insgesamt 260 Millionen gestiegen, das ist eine Steigerung um insgesamt 25 Prozent", erklärte der Senator. Das zeige, dass die Berliner und ihre Gäste das gute Bahn- und Busangebot zu schätzen wüssten. "Trotz aller Schwierigkeiten, die wir in den letzten Jahren hatten, ist das Gesamtsystem auf hohem Qualitätsniveau", sagte Müller mit Blick auf die Probleme etwa bei der S-Bahn.

Mit den gestiegenen Fahrgastzahlen hätten sich auch die Einnahmen aus den Ticketverkäufen in den letzten neun Monaten erhöht. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stiegen die Erlöse um 5,5 Prozent, das entspricht einer Summe von rund 46 Millionen Euro, teilte der VBB mit.

Mehr Zuzügler, Pendler und Touristen

Der brandenburgische Ressortchef Jörg Vogelsänger (SPD) führte das Fahrgastplus auf die positive Entwicklung von Berlin und Brandenburg zurück: "Unsere Wirtschaft in der Region wächst, wir haben mehr Zuzügler, mehr Pendler zwischen Berlin und Brandenburg und mehr Touristen – viele von ihnen konnten wir gewinnen und von den Vorzügen des Öffentlichen Nahverkehrs überzeugen", sagte der SPD-Politiker am Dienstag.

VBB-Geschäftsführer Hans-Werner Franz hob in einer ersten Reaktion die steigende Zahl der Zeitkarten hervor: "Besonders erfreulich ist, dass wir erneut mehr Stammkunden gewinnen konnten. Immer mehr Fahrgäste nutzen die Vorteile von Abonnements und auch unsere Tickets für Senioren, Touristen oder Studenten erfreuen sich großer Beliebtheit", so der VBB-Chef.


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