IHP Drer neue Anbau des Instituts für innovative Mikroelektronik in Frankfurt (Oder) am 16.12.2013. (Foto: Winfried Mausolf)

Institut für innovative Mikroelektronik in Frankfurt (Oder) - Das "Hightech-Flaggschiff" feiert

Am Institut für innovative Mikroelektronik in Frankfurt (Oder) ist Jubiläumsstimmung: Seit 30 Jahren besteht die Forschungseinrichtung der Leibnitz-Gesellschaft. Aus Anlass des Festaktes am Montag nannte Ministerpräsident Dietmar Woidke das Institut ein "Hightech-Flaggschiff". Und vom Bund kam ein Bekenntnis zu weiteren Investitionen.

Es gibt an diesem Tag viel Lob für das Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik (IHP) in Frankfurt (Oder). Eine der höchsten Würdigungen kam dabei am Montag von Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) beim Festakt zur 30-Jahr-Feier in Frankfurt (Oder): "Das IHP ist im wahrsten Sinne des Wortes Hightech made in Brandenburg." Hermann G. Grimmeiss, Mitglied der Königlich- Schwedischen Akademie der Wissenschaften, bezeichnete die Einrichtung gar als "Diamanten".

Ministerpraesident, Dr. Dietmar Woidke, links Geschaeftsfuehrer des IHP, Prof. Dr. Wolfgang Mehr. (Foto: Winfried Mausolf)
Geschäftsführer Prof.Dr.Wolfgang Mehr und Ministerpräsident Dietmar Woidke.

Diamant der Forschung

Das IHP - Innovations for High Performances - gilt international als bedeutendes Kompetenzzentrum für Silizium-Germanium-Technologie. Forschungsgebiete sind unter anderem die drahtlose Übertragung von Daten, Sicherheitstechnik, Luft- und Raumfahrt sowie Biotechnologie und Medizin.

Gegründet 1983, begann die die Forschungsarbeit der Einrichtung bereits in der DDR. Der Wissenschaftlich-Technische Geschäftsführer des IHP, Wolfgang Mehr, verwies darauf, dass die Forschungsergebnisse weltweit genutzt würden. So arbeiteten Mitarbeiter des Hauses an 15 EU-Projekten. Für die Tätigkeit der 320 Mitarbeiter hätten in diesem Jahr rund 14 Millionen Euro an Drittmitteln zur Verfügung gestanden - eine deutliche Steigerung, hieß es.

Forschung zu Höchstfrequenz-Technologien

Verbunden mit der Jubiläumsfeier wurde am Montag der Erweiterungsbau des Hauses festlich übergeben. Das laut IHP 8,7 Millionen Euro teure Gebäude soll 70 Beschäftigten Platz bieten sowie Seminar- und Konferenzräumen beherbergen. In der Politik hofft man unter anderem mit solchen Investitionen, dass die Forschung des Instituts künftig noch stärker in konkrete Projekte umgesetzt wird. Woidke versprach am Rande des Festaktes,  Forschung und Industrie künftig noch stärker zu vernetzen.

Auch von Seiten des Bundes kam ein klares Bekenntnis zum Forschungsstandort Frankfurt: Wolf-Dieter Lukas vom Bundesforschungsministerium betonte den Sonderstatus des Instituts beim Bund und erklärte, sein Haus erkenne aufgrund seiner Forschungsarbeit den anhaltenden Investitionsbedarf an.


Oderbrücke in Frankfurt (Oder) (Quelle: rbb/ Haase-Wendt)

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