
Innung will Tarife erhöhen - Berliner Taxifahrer wollen an der Preisschraube drehen
Anfang Februar startet die Berlinale - eine besonders lukrative Zeit für Berliner Taxifahrer. Dieses Mal könnte sie ihnen noch etwas mehr Geld in die Kassen spülen: Die Taxi-Innung will zum Februar die Preise erhöhen. Der Grundpreis etwa würde dann um 20 Cent höher liegen als bisher. Jetzt muss der Senat entscheiden.
Taxifahren in Berlin soll teurer werden. Die Taxi-Innung fordert eine moderate Anhebung der Tarife zum 1. Februar. Das sagte der Vorsitzende Uwe Gawehn am Montag dem rbb.
Wenn der Senat zustimmt, soll der Grundpreis von 3,20 Euro auf 3,40 steigen. Bis zum 7. Kilometer zahlen die Kunden dann 1,79 Euro statt wie bisher 1,65 pro Kilometer. Danach wollen die Taxifahrer 1,35 pro Kilometer kassieren. Der Kurzstreckentarif soll dagegen unverändert weiter gelten.
Gawehn begründete den Vorstoß mit gestiegenen Kosten für Fahrzeuge, Wartung und Versicherung. Die Fahrpreise seien fünf Jahre lang stabil gewesen.
Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung arbeitet an einer entsprechenden Vorlage, die möglicherweise noch bis zum Jahresende vom Senat beschlossen werden könnte. Ursprünglich war eine Preiserhöhung schon für diesen Herbst geplant.
Auch aus ganz anderer Richtung steht Taxifahrern bald mehr Geld ins Haus: Laut Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD auf Bundesebene soll 2015 der Mindestlohn für alle Beschäftigten kommen, deren Branchen keiner Tarifbindung unterliegen. Dazu zählen auch die Taxifahrer.
mit Informationen von Holger Hansen


