Passagiere am Flughafen Tegel (c) dpa

Jahresbilanz 2013 - Air Berlin hat weniger Passagiere, aber vollere Flugzeuge

Für Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft war auch 2013 kein gutes Jahr. Die Zahl der Passagiere sank noch unter das Vorjahresniveau; der Schuldenberg bleibt mit über 800 Millionen Euro hoch. Immerhin verbesserte Air Berlin die Auslastung seiner Flugzeuge - es wurde voller an Bord.

Die Fluggesellschaft Air Berlin hat 2013 abermals deutlich weniger Passagiere befördert. 31,5 Millionen Gäste seien mit der Fluggesellschaft geflogen - ein Minus von 5,4 Prozent, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. 2012 waren die Passagierzahlen ebenfalls um mehr als fünf Prozent eingebrochen.

"Rosskur" nach hohen Verlusten

Überraschend ist die Talfahrt nicht. Deutschlands zweitgrößte Fluglinie hatte sich nach einer übereilten Expansion und hohen Verlusten eine Rosskur verordnet. Zahlreiche unrentable Strecken wurden gestrichen, Flugzeuge und Unternehmensteile verkauft. Dem rigiden Sparkurs fällt jede Zehnte der einst 9000 Stellen zum Opfer.

Prock-Schauer und Mehdorn am Flughafen Tegel (Quelle: dpa)
Air-Berlin-Chef Wolfgang Prock-Schauer managt das Erbe seines Vorgängers Hartmut Mehdorn.

Schwarze Zahlen nicht in Sicht

Vom Ziel, dieses Jahr schwarze Zahlen zu schreiben, hatte sich Konzernchef Wolfgang Prock-Schauer im November verabschiedet. Er hatte den Job vor rund einem Jahr von Hartmut Mehdorn übernommen und muss nun das aufgezehrte Finanzpolster aufbessern sowie den Schuldenberg von 811 Millionen Euro abbauen.

Arabische Partner halfen in der Not

Bisher konnte der Lufthansa-Konkurrent in Notlagen auf die arabischen Partner von "Etihad" zählen: Die staatliche Fluggesellschaft aus dem Golfemirat Abu Dhabi griff den Berlinern wiederholt finanziell unter die Flügel. Sie hält knapp 30 Prozent der Air-Berlin-Aktien.

Für kommenden Montag laden beide Unternehmen zu einer Pressekonferenz ein, auf der sie Neues zu ihrer strategischen Partnerschaft verkünden wollen.

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