Etwa 150 Mitarbeiter des Sicherheitspersonals nehmen an einem Warnstreik am 20.01.2014 am Flughafen Tegel in Berlin teil (Quelle: dpa)

Verdi fordert mehr Geld für Sicherheitspersonal - Warnstreik am Flughafen Tegel beendet

Ein Warnstreik des Sicherheitspersonals hat am frühen Montagmorgen zu leichten Einschränkungen am Berliner Flughafen Tegel geführt. Der Ausstand dauerte rund zwei Stunden an und war um 6:30 Uhr beendet. Die Gewerkschaft Verdi hatte zu der Arbeitsniederlegung aufgefordert. Sie fordert eine Lohnerhöhung von vier Euro.

Am Berliner Flughafen Tegel ist es am Morgen zu Beeinträchtigungen bei der Passagier-Abfertigung gekommen. Grund war ein Warnstreik des Sicherheitspersonals.

Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi legten rund 150 Beschäftigte für zwei Stunden die Arbeit nieder. Der Ausstand endete um 6:30 Uhr.

An den Abfertigungsschaltern der Fluggesellschaften bildeten sich zwar längere Schlangen als sonst, die Verspätungen im Flugverkehr lagen laut Flughafen-Information aber meist deutlich unter 30 Minuten.

Verdi-Sprecher Stahl sprach im rbb von einer erfolgreichen Aktion. Die Gewerkschaft will damit Druck machen in den Verhandlungen um einen neuen Tarifvertrag.

Verdi will zwei Euro mehr für Sicherheitsleute

Verdi fordert für Sicherheitsleute eine generelle Lohnerhöhung bei zwei Jahren Laufzeit um zwei Euro auf 9,50 Euro und für Sicherheitspersonal an Flughäfen um vier Euro auf 16,25 Euro. Der Tarifvertrag solle für etwa 35.000 Beschäftigte in Berlin, Brandenburg sowie Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern gelten, sagte Stahl der dpa. In den westlichen und südlichen Bundesländern werde deutlich mehr gezahlt als im Osten.

Die Arbeitgeber hatten bei der jüngsten Verhandlungsrunde am 9. Januar für das Personal an den Flughäfen eine Erhöhung in zwei Stufen angeboten. Demnach sollten die Beschäftigten in Tegel und Schönefeld vom 1. April 2014 an 13,88 Euro und vom 1. Januar 2015 an 14,99 Euro pro Stunde erhalten.

Am Dienstag sollen die Tarifverhandlungen in Berlin mit den zuständigen Landesverbänden des Bundesverbandes der Sicherheitswirtschaft (BDSW) fortgesetzt werden. Allein in Berlin-Brandenburg sind etwa 23.000 Mitarbeiter davon betroffen. Davon sind etwa 2.000 an den Flughäfen tätig.