Blick vom Turm der St. Marienkirche auf die Stadt Beeskow (Quelle: dpa)

Bayerische Firma errichtet Bohrplatz - Großes Erdgaslager rund um Beeskow vermutet

Bei Probebohrungen hat eine Münchner Firma im Kreis Oder-Spree möglicherweise ein großes Gasvorkommen entdeckt. Rund um die Stadt Beeskow könnten mehr als zehn Milliarden Kubikmeter Erdgas im Boden liegen, heißt es.

Mehr als zehn Milliarden Kubikmeter Erdgas könnten rund um die Stadt Beeskow (Oder-Spree) im Boden lagern. Darauf deuteten Messungen und erste Probebohrungen hin, sagte Dirk Barz, Sprecher der in München ansässigen Firma Bayerngas GmbH. Das Unternehmen ist seit über einem Jahr in der Region aktiv.

Derzeit werde auf einer Brachfläche im Ortsteil Schneeberg der Bohrplatz eingerichtet, hieß es. Die eigentliche Bohrung soll im April in Schneeberg starten und rund zwei Monate dauern.

Umstrittenes Fracking soll nicht angewandt werden

Ob es sich lohne, das Erdgas tatsächlich zu fördern, werde erst im Anschluss entschieden. Es handele sich um ein Gasgemisch mit hohem Stickstoffanteil.

Es gehe ausschließlich um konventionelle Förderung, betonte Barz. Das umstrittene Fracking werde nicht angewandt. Dabei wird der Untergrund mit Hilfe hydraulischen Drucks aufgebrochen. Parallel soll ein zweiter Standort etwas weiter im Süden erprobt werden.

Oderbrücke in Frankfurt (Oder) (Quelle: rbb/ Haase-Wendt)

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