Sanierung könnte günstiger werden - Bauexperten: ICC nicht asbestverseucht
Bau-Fachleuten zufolge ist das alte Messegebäude ICC in Berlin-Charlottenburg anders als bisher vermutet nicht asbestverseucht. Im Dach sei statt des krebserregenden Materials ein Ersatzstoff für den Brandschutz verwendet worden, berichtet die "Berliner Morgenpost" unter Berufung auf zwei Expertenberichte.
Das Internationale Congress Centrum (ICC) ist nach Ansicht von Experten kaum asbestbelastet. Das berichtet die "Berliner Morgenpost" vom Sonntag unter Berufung auf Prüfberichte zweier Bau-Fachleute. Dadurch könnte die Sanierung des Gebäudes möglicherweise billiger ausfallen.
Dem Bericht zufolge wurde in der Dach-Stahlkonstruktion des Gebäudes nicht Asbest, sondern der Ersatzstoff Cafco verarbeitet. Dieser werde, anders als Asbest, als nicht krebserregend eingestuft und sei als Baustoff zugelassen, heißt es.
Zwar seien im ICC am mehreren Stellen auch Gefahrstoffe verbaut, darunter auch asbesthaltige Produkte, schreibt das Blatt unter Berufung auf die Experten. Die meisten seien jedoch schon in den 90ern Jahren beseitigt worden.
Sanierungskosten von bis zu 400 Millionen Euro
Eine aufwändige Sanierung der gesamten Dachkonstruktion sei daher nicht erforderlich, zitiert die "Morgenpost" die Fachleute. Die bisher veranschlagten 52 Millionen Euro für die Gefahrstoffbeseitigung seien somit zu hoch angesetzt.
Derzeit wird am Standort der Deutschlandhalle ein Messe-Neubau errichtet. Nach dessen Fertigstellung soll das ICC für eine Sanierung geschlossen werden. Wie es langfristig mit dem ICC weitergeht, ist noch unklar. Der Berliner Senat hofft auf private Investoren. Insgesamt sind derzeit für die Sanierung Kosten von bis zu 400 Millionen Euro im Gespräch.





