
Zusätzliche Langstreckenflüge in die USA - Mehr Passagiere reisen mit Air Berlin - erstmals seit zwei Jahren
Deutschlands angeschlagene zweitgrößte Fluglinie hat wieder mehr Fluggäste: Im Januar ging die Zahl erstmals seit 27 Monaten nach oben. Grund war ein besseres Flugangebot, während zuvor im Rahmen des Sparkurses monatelang nur gestrichen worden war.
Mit Air Berlin sind im Januar etwas mehr Fluggäste gereist als ein Jahr zuvor. Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft beförderte 1,76 Millionen Passagiere - ein Plus von 0,4 Prozent verglichen mit Januar 2013, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Mehr Langstreckenflüge, mehr Verbindungen
Air Berlin schreibt seit Jahren Verluste und will 2014 in die Gewinnzone zurückkehren. Mit zusätzlichen Langstreckenflügen - etwa nach New York oder Chicago - und ganzjährig geflogenen Verbindungen habe man das Sitzplatzangebot im Januar um 6,3 Prozent erhöht, berichtete die Gesellschaft.
Im flugarmen Monat Januar führte das ausgeweitete Angebot allerdings auch zu einer schlechteren Auslastung: Von 100 Sitzen waren nur rund 79 besetzt - im Vorjahresmonat waren es noch 83 Sitze gewesen.
Rigider Sparkurs brachte weniger Fluggäste
2013 hatte die Airline im Zuge eines Sparkurses ihr Flugangebot massiv zusammengestrichen. Dadurch war auch die Zahl der Passagiere immer weiter gesunken. Den letzten monatlichen Anstieg der Passagierzahlen hatte Air Berlin im September 2011 verzeichnet.
Dem rigiden Sparkurs sollten insgesamt jede zehnte der einst 9.000 Stellen zum Opfer fallen. Hintergrund der Einsparungen war eine vorausgegangene zu rasante Expansion.

