Berufseinsteiger informieren sich am 29.01.2010 auf einer Aus- und Weiterbildungsmesse an einer Job- und Lehrstellenbörse (Foto: dpa)

Der Arbeitsmarkt im Februar - Jugendarbeitslosigkeit in der Region geht zurück

Der milde Winter wirkt sich offenbar positiv auf den Arbeitsmarkt aus: Anders als sonst in dieser Jahreszeit üblich hat die Zahl der Arbeitslosen in Berlin und Brandenburg nicht zugenommen - in der Haupstadt ging sie gar leicht zurück. In der gesamten Region freuen sich die Ämter über einen Trend: Die Jugendarbeitslosigkeit sinkt.

Die Arbeitslosigkeit in der Region hat sich - trotz der kalten Jahreszeit - im Februar kaum verändert. Während in Berlin die Zahl der Erwerbslosen im Vergleich zum Januar sehr leicht zurück ging, blieb sie in Brandenburg nahezu unverändert, wie die Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag mitteilte.

In Berlin sinkt Erwerbslosenzahl um etwa 1000

In der Hauptstadt waren im Februar 1126 Menschen weniger arbeitslos als im Januar, insgesamt sind dort 213.800 Menschen ohne Job. Die Quote blieb dennoch mit 11,9 Prozent auf dem Niveau des Vormonats. Das sind 0,4 Punkte weniger als vor einem Jahr. "Wegen des milden Winters entwickelte sich der Berliner Arbeitsmarkt im Februar besser, als es sonst in dieser Jahreszeit üblich ist", erklärte Direktionschef Dieter Wagon. Die wirtschaftliche Entwicklung in der Hauptstadt sei weiter gut.

Ein Anzeiger dafür, dass dies auch ein anhaltender Trend ist, seien die Meldungen freier Stellen in Unternehmen an die Bundesagenturen: So wurden nach Angaben der Bundesagentur im Februar fast 600 Jobangebote mehr an die Agentur gemeldet als noch im Januar.

Arbeitslosigkeit in Brandenburg stabil

In Brandenburg blieb die Zahl der Beschäftigten im Februar etwa stabil. Insgesamt meldeten sich 142.588 Brandenburger ohne Arbeit, das sind 284 mehr als im Vormonat. Die Quote blieb bei 10,6 Prozent, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag mitteilte.

Auch hier ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum die Quote um 0,4 Punkte gesunken. "Dank der langen frostfreien Perioden konnte in witterungsabhängigen Branchen, wie im Baugewerbe sowie im Garten- und Landschaftsbau weiter gearbeitet werden", erklärte Wagon weiter.

Den Arbeitsagenturen wurden von den Arbeitgebern im Februar mit rund 4200 Jobs etwa 1200 mehr freie Stellen gemeldet als noch im Januar.

Im Jahresvergleich weniger arbeitslose Jugendliche

Bei den jüngeren Arbeitslosen, den Menschen unter 25 Jahre, zeigte sich in Berlin im Vergleich zum Vormonat zwar ein leichter Anstieg der Beschäftigungslosenzahlen, im Jahresvergleich aber sank die Zahl. Den gleichen Trend meldet die Bundesagentur für Arbeit für das Land Brandenburg.

Die Statistik hier im Einzelnen: Die Zahl der Jugendlichen ohne Job in Berlin stieg gegenüber dem Januar um 372 auf 18.305, allerdings waren dies auch 1.860 Jugendliche weniger noch im Februar des vergangenen Jahres. In Brandenburg waren dies nun 366 jugendliche Arbeitslose mehr als im ersten Monat dieses Jahres, also insgesamt knapp 10.500, aber mit 1.700 deutlich weniger als noch vor einem Jahr.

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