
Schlichtungsverfahren an der Charité - Verdi sagt Warnstreik am Montag wieder ab
In die Tarifverhandlungen an der Charité ist offenbar wieder Bewegung gekommen. Laut Angaben des Klinikkonzerns hat sich die Gewerkschaft Verdi bereit erklärt, von einem Warnstreik am kommenden Montag Abstand zu nehmen. Grund sei das von der Charité beantragte Schlichtungsverfahren.
Laut Angaben der Berliner Charité wird es am kommenden Montag keinen Warnstreik in den Kliniken geben. Grund sei ein Schlichtungsverfahren im Tarifstreit, sagte Sprecherin Manuela Zingl am Donnerstagabend. Während dieser Gespräche herrsche Friedenspflicht.
Die Gewerkschaft verdi hatte Anfang der Woche rund 10.000 Mitarbeiter zur Arbeitsniederlegung am 17. März aufgerufen. Die Gewerkschaft fordert eine bessere Ausstattung mit Personal, insbesondere im Pflegebereich. Daher waren für den kommenden Montag tausende Mitarbeiter zu einem Warnstreik aufgerufen. Die Charité habe in neun Gesprächsrunden und bei zahlreichen Arbeitstreffen bisher kein "verhandelbares Angebot" vorgelegt, sagte Verhandlungsführerin Heike Jäger rbb-online.
Tarifpartner gehen in die Schlichtung
Die Charité dagegen hatte noch Verhandlungsspielraum gesehen. Die Uniklinik gehe nach wie vor davon aus, dass durch weitere Gespräche eine konsensfähige Lösung zwischen den Tarifparteien erreicht werden könne, hatte Charité-Sprecher Uwe Dolderer am Mittwoch nach dem Streik-Aufruf der Gewerkschaft gesagt.
Laut Verdi-Angaben hätte der jetzt abgewendete Warnstreik drei Standorte mit bis zu 50 Stationen betroffen: die Charité in Mitte, das Benjamin-Franklin-Klinikum und das Rudolf-Virchow-Klinikum.



