Auschreibung für weitere 15 Jahre - Bewerberkreis um S-Bahn-Ring scheint kleiner zu werden
Der Berliner S-Bahn-Ring wird ab 2017 neu vergeben - und das gleich für 15 Jahre. Das Ausschreibungsverfahren läuft, auch internationale Unternehmen bewerben sich darum, den Ring und die Zubringerstrecken zu betreiben. Doch nun scheint das Interesse zu bröckeln.
Der Kreis der Bewerber um den Berliner S-Bahn-Ring scheint kleiner zu werden. Nach Angaben des Privatbahnverbands mofair zeichnet sich ab, dass sich der Großteil der ausländischen Verkehrsunternehmen aus dem Bewerbungsverfahren zurückziehen will. Verkehrsunternehmen aus Japan, China, Frankreich und Großbritannien haben sich neben der Deutschen Bahn darum beworben, ab 2017 den Berliner S-Bahn-Ring sowie einige weitere Strecken zu betreiben und dafür auch neue Züge zu beschaffen.
Ring wird von 2017 an für 15 Jahre vergeben
Laut Privatbahnverband ist einigen ausländischen Unternehmen das Verfahren aber zu komplex - und der Kauf neuer Züge zu teuer. Vom französischen Staatskonzern RATP heißt es, man hinterfrage gerade seine Beteiligung am Bewerbungsverfahren. Der britische National Express hingegen hält an seiner Bewerbung fest.
Vom Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg, der die Ausschreibung für den Senat organisiert, heißt es, das Verfahren laufe ordnungsgemäß und es gebe weiterhin mehrere Bewerber. Offiziell soll Ende des Jahres feststehen, wer den Zuschlag für den S-Bahn-Ring bekommt.
Das größte deutsche S-Bahnnetz in Berlin wird derzeit von einer Tochter der Deutschen Bahn betrieben, die sich ebenfalls für die Neuvergabe bewirbt. Ein Teil des Netzes - der S-Bahn-Ring mit Zubringerstrecken im Südosten - wird von Ende 2017 an für 15 Jahre neu vergeben. Das Netz umfasst ein Betriebsvolumen von rund 9,4 Millionen Zugkilometern pro Jahr.
Die Ausschreibung betrifft die Linien S41 und S42 (Ringbahn), die S46 (Hauptbahnhof - Westend - Königs Wusterhausen), die S47 (Spindlersfeld - Südkreuz) und die S8 (Hohen Neuendorf - Königs Wusterhausen). Wer den Zuschlag erhält, soll Ende 2014 entschieden werden. Das letzte Wort hat dann das Abgeordnetenhaus.
Mit Informationen von Susanne Gugel




