
Öffentlicher Personennahverkehr - Keine Fahrpreiserhöhung in diesem Jahr?
Die Ticketpreise im Nahverkehr in der Region könnten in diesem Jahr stabil bleiben. Offenbar will die Berliner SPD eine Tariferhöhung in diesem Jahr aussetzen. Auch Brandenburger Politiker sind offenbar dafür - wohl auch wegen der anstehenden Landtagswahl. Doch bei der BVG sieht man das anders.
Eine Preiserhöhung im öffentlichen Personennahverkehr könnte den Fahrgästen in diesem Jahr erspart bleiben. Wie zunächst die "Berliner Zeitung" berichtet, geht man in Senatskreisen davon aus, dass die Ticketpreise erst zum 1. Januar 2015 wieder angepasst werden sollen.
Aus der Berliner SPD-Fraktion gibt es die Forderung, eine Fahrpreiserhöhung für dieses Jahr auszusetzen. Die Ticketpreise für U- und S-Bahn könnten erst nächstes Jahr erhöht werden, meint der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Kreins. Die BVG erhalte bereits mehr Geld vom Land Berlin und habe mehr Fahrgäste.
Der VBB entscheidet
Hintergrund der Debatte sind laut "Berliner Zeitung" die Europa- und die Landtagswahlen in Brandenburg, die im Mai bzw. September dieses Jahres stattfinden. Märkische Politiker wollten die Wähler nicht durch Preiserhöhungen verprellen, schreibt die Zeitung.
Die Fahrpreise für den Nahverkehr (S-Bahn, Regionalbahn, BVG etc.) werden in der Region vom Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) festgelegt. Und dort können die Länder und Kommunen ihren Einfluss geltend machen.

BVG will jährliche Anpassung
Allerdings setzt man bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) auf regelmäßige Preiserhöhungen. Deren Chefin Sigrid Nikutta habe die Hoffnung auf eine weitere Anpassung im Sommer nocht nicht aufgegeben. Sie verweist zudem auf die steigenden Personalkosten.
Eine Tariferhöhung müsste der VBB-Aufsichtsrat beschließen. Ein solcher Beschluss liegt aber noch nicht vor. Dem Vernehmen nach ist eine Tariferhöhung zum 1. August dadurch kaum noch durchführbar.
Zuletzt waren die Nahverkehrs-Tickets am 1. August 2013 um durchschnittlich 2,8 Prozent teurer geworden.


