Menschen stehen auf dem Flughafen in Berlin-Tegel an einem Schalter der Lufthansa (Quelle: dpa)

Arbeitsniederlegungen unter anderem in Frankfurt - Warnstreiks führen zu Flugausfällen in Berlin

Die Streiks im öffentlichen Dienst haben am Donnerstag im Flugverkehr für erhebliche Behinderungen gesorgt. An sieben Flughäfen hatte Verdi tausende Beschäftigte zum Ausstand aufgerufen. Berlin-Tegel wurde zwar nicht bestreikt, war aber von den Auswirkungen betroffen.

Flugpassagiere mussten am massive Behinderungen hinnehmen, denn auf sieben großen deutschen Flughäfen trat das Bodenpresonal in den Ausstand. Der Airport in Frankfurt am Main war von den Warnstreiks im öffentlichen Dienst am schwersten betroffen.

Nach Angaben eines Sprechers der Berliner Flughäfen wurden 34 Flüge der Gesellschaften Lufthansa und Air Berlin von und nach Berlin-Tegel gestrichen. Betroffen waren Verbindungen nach Frankfurt und München. Für den Nachmittag wurden Verspätungen nicht ausgeschlossen, bis sich der Flugverkehr in Deutschland wieder normalisiert.

Grund für die Streichung der Lufthansa-Flüge sind die Warnstreiks, zu denen die Gewerkschaft Verdi an den sieben großen deutschen Flughäfen aufgerufen hatte. So sollten am Donnerstag bis 14 Uhr Aktionen an den Flughäfen in Frankfurt, München, Düsseldorf, Hamburg, Köln/Bonn, Stuttgart und Hannover stattfinden.

Der Sprecher der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, Ralf Kunkel, riet Passagieren, sich mit ihren Airlines in Verbindung zu setzen und sich über die Webseiten der Berliner Flughäfen auf dem Laufenden zu halten.

Lufthansa kritisiert Ausstand

Die Lufthansa kritisierte die Streiktaktik der Gewerkschaft. Verdi nehme bewusst in Kauf, "dass unbeteiligte Menschen und Unternehmen zur Durchsetzung von Gewerkschaftsforderungen instrumentalisiert werden", sagte Vorstandsmitglied Bettina Volkens. Alleine bei der Lufthansa Gruppe entstünden zudem Millionenschäden, obwohl die Fluggesellschaft nicht Partei in dieser Tarifauseinandersetzung sei.