
Berliner Gasnetz - Netzbetreiber Alliander zieht Bewerbung zurück
Der niederländische Netzbetreiber Alliander will nicht mehr um den künftigen Betrieb des Berliner Gasnetzes kämpfen. Das hätten die Aktionäre am Mittwoch entschieden, teilte eine Unternehmenssprecherin mit. Die Hauptversammlung habe beschlossen, dass der niederländische Konzern zunächst versuchen solle, im Heimatland weiter zu wachsen.
Im Wettbewerbsverfahren um das Berliner Gasnetz hat es eine erste Entscheidung gegeben. So wird der niederländische Netzbetreiber Alliander aus dem Rennen um den Betrieb des künftigen Berliner Gasnetzes aussteigen. Der Konzern wolle zunächst versuchen solle, im Heimatland zu wachsen, teilte eine Unternehmenssprecherin am Mittwoch mit. Bis auf weiteres dürfe sich das Unternehmen deshalb nicht an größeren Geschäften und Konzessionsverfahren im Ausland beteiligen.
Nur noch zwei Bewerber im Rennen
Somit bewerben sich nur noch die landeseigene Gesellschaft Berlin Energie und die Gasag um die Konzession von 2015 an. Die Gasag betreibt derzeit das Berliner Gasnetz. Am 7. April ist Angebotsschluss für die Gaskonzessionsvergabe. Alliander gehört niederländischen Provinzen und Kommunen. In einer Mitteilung des Unternehmens hieß es ergänzend: "Die Möglichkeit, einen substanziellen Ausbau der Kernaktivitäten in Deutschland zu realisieren, steht derzeit nicht auf der Tagesordnung."
Auch die Bewerbungen um die Stromnetze in Berlin und in Hamburg seien entsprechend vom Tisch, sagte die Alliander-Sprecherin. Erst wenn sich herausstelle, dass das gewünschte Wachstum in den Niederlanden nicht zu verwirklichen sei, könne man aufs Neue über Beteiligungen im Ausland nachdenken. Die Vergabestelle, die über den künftigen Gasbetreiber entscheidet, ist bei der Berliner Finanzverwaltung angesiedelt.
Nach Angaben eines Sprechers wird bis Ende Juni eine Entscheidung angestrebt. Die Vergabestelle wähle "anhand der definierten Auswahlkriterien das beste Angebot aus". Die Entscheidung muss vom Abgeordnetenhaus bestätigt werden.


