
Auch in Berlin weniger Menschen ohne Job - Arbeitslosenquote in Brandenburg macht Satz nach unten
Der positive Trend auf dem Arbeitsmarkt in der Region setzt sich fort: Sowohl in Berlin als auch in Brandenburg ging die Zahl der Arbeitslosen im März zurück. Besonders deutlich fiel das Minus in Brandenburg aus: Die Arbeitslosenquote sank im Vergleich zum Vorjahresmonat um satte 0,6 Prozentpunkte.
Die Arbeitslosenzahlen in Berlin und Brandenburg sind im März zurückgegangen. Besonders deutlich fiel der Rückgang im Vergleich zum Vorjahresmonat aus. Das teilte die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Dienstag mit.
"Die Wirtschaftssituation ist in der Region stabil und das milde Wetter bescherte vielen Unternehmen eine günstigere Auftragslage als dies im letzten Frühjahr der Fall war", begründete Direktions-Chef Dieter Wagon den positiven Trend.

Quote in Brandenburg geht um 0,6 Prozentpunkte zurück
In Brandenburg ging die Zahl der Arbeitslosen von 142.588 auf 136.583 zurück. Im März 2013 hatte sie noch bei 144.357 gelegen. Die Quote sank dank Frühjahrsbelebung damit von 10,6 Prozent auf 10,2 Prozent (März 2013: 10,8 Prozent).
Die günstige Auftragslage habe sich auch im Zugang der gemeldeten Arbeitsstellen bemerkbar gemacht, sagte Wagon. Den Arbeitsagenturen seien 600 Stellen zur Besetzung mehr gemeldet worden als im Vormonat.
Mehr Arbeitlose in der Uckermark
Auch auf dem Ausbildungsmarkt geht der Trend nach oben. Den Arbeitsagenturen in Brandenburg wurden in diesem Jahr laut Regionaldirektion 403 betriebliche Ausbildungsstellen mehr gemeldet als im Vorjahr, aktuell sind insgesamt 7.266 unbesetzt. Noch 6.422 junge Leute suchen über die Berufsberatung der Arbeitsagenturen nach einem Ausbildungsplatz.
Am stärksten ging die Arbeitslosenquote in den Kreisen Elbe-Elster (- 1,5 Prozent) und Barnim (-1,4 Prozent) zurück. In der Uckermark stieg die Quote entgegen des Trends um 0,2 Prozent - nirgendwo in Brandenburg ist der Anteil der Arbeitslosen an der Gesamtbevölkerung so hoch wie dort (16,4 Prozent). Auf Platz zwei der Brandenburger Landkreise und kreisfreien Städte liegt Frankfurt / Oder mit 14,3 Prozent.
Jugendarbeitslosigkeit in Berlin geht um fast zehn Prozent zurück
In Berlin waren im März 210.368 Menschen ohne Job - das sind 3.477 weniger als im Februar und 5.735 weniger als im Vorjahresmonat. Auch saisonbereinigt waren die Zahlen rückläufig.
Die Arbeitslosenquote sank im März von 11,9 Prozent auf 11,7 Prozent (März 2013: 12,3 Prozent).
Die Personalnachfrage der Unternehmen mache sich auch im Zugang von 1.500 neuen gemeldeten Arbeitsstellen bemerkbar, sagte Wagon. Besonders günstig war die Entwicklung für Jugendliche unter 25 Jahren: Hier ging die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vorjahr um knapp zehn Prozent zurück.
Etwas weniger rosig ist die Lage auf dem Ausbildungsmarkt. Den Arbeitsagenturen in Berlin wurden 309 betriebliche Ausbildungsstellen weniger als im Vorjahr gemeldet. Aktuell sind laut Regionaldirektion insgesamt 7.032 unbesetzt. Noch 8.448 junge Leute suchen über die Berufsberatung der Arbeitsagenturen nach einem Ausbildungsplatz. "Deshalb ist es wichtig, dass Betriebe vermehrt Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen, um auch in Zukunft für die Fachkräfte von morgen zu sorgen", sagte Wagon.
Auch bundesweit ging die Arbeitslosenzahl erneut nach unten. 3.055.000 waren in Deutschland im März ohne Arbeit. Das sind 83.000 weniger als im Februar und 43.000 weniger als vor einem Jahr. Wie die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mitteilte, lag die Arbeitslosenquote bei 7,1 Prozent.

