Masthähnchen in einem Stall (Bild dpa)

Brandenburger Landtag lehnt Vorstoß ab - Volksinitiative gegen Massentierhaltung scheitert erneut

34.000 Unterschriften hat die Volksinitiative gegen Massentierhaltung dem Brandenburger Landtag überreicht. Doch unter den Abgeordneten fand sich am Mittwoch keine Mehrheit für die Forderung nach kleineren Betrieben und höheren Standards. Mit der Mehrheit der rot-roten Regierungskoalition wurde der Vorstoß abgelehnt.

Die Volksinitiative gegen Massentierhaltung ist im Potsdamer Landtag gescheitert. Die Mehrheit der rot-roten Regierungskoalition lehnte am Mittwoch die von 34.000 Bürgern unterstützten Forderungen für eine artgerechtere Tierhaltung ab. Vor zwei Wochen hatte bereits der Agrarausschuss des Landtags den Vorstoß abgelehnt.

Die Initiative wollte weitere Großmastbetriebe im Land verhindern und erreichen, dass nur noch Betriebe mit bis zu 40.000 Tieren bei Geflügel oder bis zu 2.000 Schweinen vom Land finanziell gefördert werden. Außerdem strebte die Initiative ein Klagerecht der Verbände gegen Entscheidungen von Behörden und die Berufung eines Tierschutzbeauftragten an.  

Bei ihrem erneuten Vorstoß im Landtag hatte die Initiative auf die Linkspartei gesetzt. Denn der kleinere Koalitionspartner plädiert für eine Konzentration der Förderung auf Betriebe mit höheren Standards und einer Obergrenze für die Zahl der Tiere sowie für ein Klagerecht der Verbände, um die Tiere wirkungsvoll zu schützen. Doch wie zuvor im Agrarausschuss stimmte die Linke gemeinsam mit der SPD gegen die Forderungen der Initiative.

Eine Grafik zeigt die Tiermastanlagen in Brandenburg und die Anzahl der gehaltenen Tiere (Quelle: rbb/Melanie Manthey auf Basis von: Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg/ ©Geobasis-DE/LGB)