Das Logo von "Soundcloud" ist auf einem iPad zu sehen (Quelle: dpa)

Berliner Start-up kann Angebot erweitern - Soundcloud schließt Lizenzvertrag mit Universal Music

Lady Gaga, Kanye West oder auch Helene Fischer - beim weltweit größten Label Universal Music sind populäre Künstler unter Vertrag. Deren Musik kann nun auch das Berliner Start-up-Unternehmen Soundcloud nutzen. Denn am Mittwoch haben beide Seiten eine Kooperation vereinbart.

Die Berliner Musik-Firma Soundcloud bekommt die Chance auf eine größere Rolle im schnell wachsenden Streaming-Geschäft. Nach langen Verhandlungen hat das Internet-Unternehmen einen Deal mit dem weltgrößten Musik-Konzern Universal Music abgeschlossen, wie beide Seiten am Mittwoch mitteilten.

Soundcloud kann das Angebot nun um Millionen populäre Hits von unzähligen Top-Künstlern erweitern. Bisher konzentrierte sich die Plattform auf Remixe und Songs, deren Rechte nicht bei den großen Plattenfirmen liegen. Bereits im November 2014 hatte Soundcloud eine Kooperation mit Warner Music abschließen können.

Soundcloud vor sechs Jahren in Berlin gegründet

Soundcloud hat nach eigenen Angaben 175 Millionen Nutzer. Diese können auf der 2008 von den schwedischen Jung-Unternehmern Alexander Ljung und Eric Wahlforss in Berlin gegründeten Plattform eigene Audio-Dateien hochladen - egal ob Klänge, eigene Musik oder Interviewstücke.

Auch rbb online nutzt die Plattform, um seine Nutzer mit Ausschnitten aus seinen Radioprogrammen zu informieren.

Während sich die Soundcloud-Nutzer in Zukunft wohl über mehr Musikangebot freuen können, zielt die neue Kooperation aber vor allem auf die bekannten oder noch zu entdeckenden Künstler. Die sollen nämlich in den Genuss kommen, ihre Musik besser und für eine wachsende Nutzergruppe bewerben zu können.

Ständige Spekulationen über einen Börsengang

Außerdem dienen die Deals mit den Musik-Labels dazu, juristischen Streitigkeiten über Urheberrechtsverletzungen zuvorzukommen. Denn einige der von Nutzern hochgeladenen Inhalte bei Soundcloud sind alles andere als lizenzfrei. Ob die Universal Music Gruppe auch Anteile an Soundcloud bekommen hat, wie das einst beim Deal mit Warner Music der Fall gewesen ist, wurde nicht bekannt.  

In der Berliner Startup-Szene gilt das Unternehmen als ein Juwel - immer wieder wurde über einen Börsengang spekuliert. Die dafür wichtigen Verhandlungen mit der Musikbranche gerieten jedoch immer wieder ins Stocken.

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