Fahrgäste in Berlin steigen in einen mit Graffiti-Herzen besprühten U-Bahnzug ein. (Quelle: imago/Schöning)
Video: Abendschau | 07.01.2015 | Boris Hermel

Verlängerung des Berliner Verkehrsvertrags angekündigt - BVG will Fahrzeug-Flotte verjüngen

Fast 30 Jahre alt sind die Berliner U-Bahnzüge im Durchschnitt. Nun hat die BVG angekündigt, massiv in die Flotte zu investieren. Bis 2035 sollen für rund drei Milliarden Euro neue U-Bahn- aber auch Straßenbahnwagen gekauft werden. Planungssicherheit gibt die jetzt angekündigte Verlängerung des Verkehrsvertrags mit dem Senat.  

Die Berliner sollen vom Jahr 2020 an neue U-Bahn-Wagen bekommen. Eine neu gegründete BVG-Tochtergesellschaft soll die neuen Fahrzeuge selbst finanzieren.

Planungssicherheit gibt die geplante Verlängerung des 2019 auslaufenden Verkehrsvertrag mit den Verkehrsbetrieben (BVG). Die Senatoren für Stadtentwicklung und Finanzen, Andreas Geisel und Matthias Kollatz-Ahnen, unterzeichneten am Donnerstag in Berlin mit der BVG-Vorstandschefin Sigrid Nikutta eine Absichtserklärung, den Vertrag bis 2035 zu verlängern.

"Wachsende Stadt braucht wachsendes Nahverkehrsangebot"

Alte U-Bahn-Wagen sollen nach und nach ersetzt werden. Die Kleinprofil-Fahrzeuge seien im Durchschnitt 27 Jahre, die U-Bahnwagen im Großprofil 29 Jahre alt. Die Kleinprofil-Züge fahren auf den Linien U1 bis U4, die etwas breiteren Großprofil-Wagen auf den Linien U5 bis U9. "Wichtig ist vor allem, dass wir neue Fahrzeuge kontinuierlich beschaffen", sagte Nikutta. Für den Kauf neuer U-Bahnen und Straßenbahnen benötige BVG bis 2035 rund drei Milliarden Euro, teilten die drei Vertragsparteien mit. Der Berliner Senat soll bei dem Geschäft ab 2020 Abschreibungen und Zinsen übernehmen.

Der geplante neue Verkehrsvertrag soll über eine Direktvergabe vereinbart werden, also ohne Ausschreibung. Rechtzeitig davor solle ein neuer Nahverkehrsplan beschlossen werden, hieß es. "In der wachsenden Stadt brauchen wir auch ein wachsendes Nahverkehrsangebot. Neue Wohnquartiere müssen angebunden und Fahrpläne noch besser an die Bedürfnisse der Fahrgäste angepasst werden", sagte Geisel.

Oderbrücke in Frankfurt (Oder) (Quelle: rbb/ Haase-Wendt)

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