Ein Mercedes Transporter rollt am 01.02.2016 in Ludwigsfelde (Brandenburg) durch die Endkontrolle (Quelle: dpa)
Video: Brandenburg aktuell | 01.02.2016 | Andreas Hewel

150 Millionen Euro bis 2020 - Mercedes-Benz investiert weiter in Sprinter-Werk Ludwigsfelde

Seit 25 Jahren laufen im Mercedeswerk in Ludwigsfelde Fahrzeuge vom Band – der Konzern hat damit auch dazu beigetragen, Brandenburg zu einem modernen Industriestandort zu machen. Und die Investitionen in das Werk laufen weiter: 150 Millionen Euro sollen in den nächsten fünf Jahren in den Standort fließen.

Mercedes-Benz will bis 2020 rund 150 Millionen Euro in den Standort Ludwigsfelde (Teltow-Fläming) investieren, wo das Modell Transporter Sprinter gebaut wird. In diesem Jahr seien es allein 50 Millionen Euro, sagte Volker Mornhinweg, Leiter Mercedes-Benz Vans, am Montag in Ludwigsfelde.

Vor allem die Bereiche Rohbau, Lackierung und Montage würden für die Produktion der nächsten Sprinter-Generation vorbereitet. "Der globale Wettbewerb schläft nicht, wir müssen noch effizienter werden", sagte der Manager.

660.000 Fahrzeuge in 25 Jahren

Das Ludwigsfelder Unternehmen wurde am 1. Februar 1991 gemeinsam von der damaligen Treuhandanstalt und der Daimler-Benz AG gegründet. 1994 übernahm der Stuttgarter Autobauer das Werk zu 100 Prozent. Zu DDR-Zeiten wurden hier Lkw unter anderem des Typs W50 hergestellt.

Die Produktion wurde Ende 1990 eingestellt. Am 8. Februar 1991 lief dann in Ludwigsfelde der erste Mercedes-Benz-Lkw vom Typ LN2 vom Band. Seit 2006 werden hier Sprinter gefertigt.

In den vergangenen 25 Jahren verließen insgesamt etwa 660.000 Fahrzeuge das Werk. Am Tag werden nach Firmenangaben etwa 200 Transporter montiert. Ludwigsfelde und Düsseldorf sind die beiden einzigen deutschen Transporter-Werke des Konzerns.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) unterhält sich am 01.02.2016 in Ludwigsfelde (Brandenburg) mit dem Leiter Mercedes-Benz-Vans, Volker Mornhinweg (l) (Quelle: dpa)
2016 investiert Mercedes-Benz 50 Millionen Euro in das Ludwigsfelder Werk

Woidke: "Danke für den Mut"

Daimler habe mit seinem Engagement das Fortbestehen des Automobilstandortes gesichert, betonte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) auf der Festveranstaltung. "Dass Brandenburg ein moderner Industriestandort geworden ist, hat mit der Entscheidung von Mercedes-Benz zu tun", sagte Woidke. "Danke für diesen Mut." Er freue sich, dass die Erfolgsgeschichte weitergehe.

Nach Angaben von Standortleiter Sebastian Streuff sind seit 1991 insgesamt 750 Millionen Euro in das Werk geflossen. Heute werden hier etwa 2.000 Menschen beschäftigt, jeder fünfte arbeitete bereits zu DDR-Zeiten in dem Werk.

Oderbrücke in Frankfurt (Oder) (Quelle: rbb/ Haase-Wendt)

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