Ein Mitarbeiter in der Schienenfahrzeugproduktion bei Bombardier in Hennigsdorf (Quelle: imago | Jürgen Heinrich)

Zughersteller will 270 Stellen in Hennigsdorf streichen - Bombardier schweigt zu Brandenburgs Angebot

Fast jeder zehnte Arbeitsplatz im Bombardier-Werk Hennigsdorf soll gestrichen werden - das hat das Unternehmen angekündigt. Um das zu verhindern hat die Brandenburger Regierung dem Zughersteller ihre Unterstützung angeboten, bislang aber ohne Erfolg. Eine letzte Hoffnung liegt jetzt auf dem Betriebsrat.    

Die Brandenburger Landesregierung sieht zurzeit kaum Möglichkeiten, den geplanten Abbau von 270 Arbeitsplätzen beim Zughersteller Bombardier in Hennigsdorf (Oberhavel) zu verhindern.

Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) sagte am Mittwoch im Wirtschaftsausschuss, das Land habe angeboten, das Unternehmen im Rahmen der Innovationsförderung bei Forschung und Entwicklung zu unterstützen. Davon habe Bombardier bislang aber keinen Gebrauch gemacht.

Fast jeder zehnte Mitarbeiter betroffen

Bombardier will weltweit tausende Jobs in seinen Werken streichen, viele davon in der Zugsparte. Im Werk in Hennigsdorf sollen 270 Stellen bis Ende 2017 abgebaut werden. Beschäftigt sind dort über 2.000 Mitarbeiter, fast jeder zehnte Arbeitsplatz wäre vom Stellenabbau betroffen.

Der Minister sagte, der Schienenfahrzeugbau sei weltweit ein wachsender Markt. Er habe das Unternehmen darauf aufmerksam gemacht, "dass die Fachkräfte und die Ingenieure in Hennigsdorf das größte Pfund sind, um im internationalen Wettbewerb zu bestehen". Nun müsse die Unternehmensleitung mit dem Betriebsrat beraten, "ob Stellenabbau wirklich der Weisheit letzter Schluss ist".

Oderbrücke in Frankfurt (Oder) (Quelle: rbb/ Haase-Wendt)

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