Ein Flugzeug der Airlines Air Berlin und Etihad steht auf dem Rollfeld. (Quelle: imago/Rüdiger Wölk)

26 Gemeinschaftsflüge genehmigt - Air Berlin darf auch im Sommer mit Etihad fliegen

Weiterer Erfolg für Air Berlin und Großaktionär Etihad: Die beiden Unternehmen dürfen auch im Sommer wieder Gemeinschaftsflüge anbieten. Im Januar hatte ein Gericht 26 umstrittene sogenannte Codeshare-Genehmigungen genehmigt, fünf dagegen abgelehnt.  

Air Berlin darf weiterhin Gemeinschaftsflüge mit seinem Großaktionär Etihad anbieten. Das Luftfahrt-Bundesamt habe die sogenannten Codeshare-Verbindungen auch für den Sommerflugplan genehmigt, sagte eine Air-Berlin-Sprecherin am Donnerstag.

Im Januar hatte das Oberverwaltungsgericht Lüneburg entschieden, dass 26 von damals umstrittenen 31 Verbindungen bis Ende des Winterflugplans rechtens sind und nur fünf innerdeutsche untersagt. Die 26 Verbindungen mit Auslandszielen können nun auch im Sommer weiter geflogen werden [Liste der Codeshare-Flüge / etihad.com].

Beim Codesharing teilen sich Fluggesellschaften einen Linienflug und führen ihn jeweils unter eigener Flugnummer durch. Damit wächst das Angebot für die Kunden der einzelnen Airlines. Über die Codeshares von Air Berlin und Etihad hatte es einen Rechtsstreit gegeben, weil das Bundesamt einen Teil für den Winterflugplan nicht genehmigt hatte. Dagegen ging Etihad vor.

Innerdeutscher Verkehr abgelehnt

Das Gericht hatte im Januar geurteilt, dass das Luftfahrt-Bundesamt die Genehmigung für 26 Strecken mit Auslandszielen für die restliche Dauer des Winterflugplanes bis zum 26. März 2016 erteilen muss. Für fünf innerdeutsche Strecken wurde der Antrag von Etihad hingegen abgelehnt. Das Gericht begründete seine Entscheidung mit den Regelungen im Luftverkehrsabkommen zwischen der Bundesrepublik und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Demnach sei Etihad - neben der Bedienung der Flughäfen Frankfurt, München, Düsseldorf und Hamburg - auch berechtigt, Auslandsflüge von und zu den Flughäfen Berlin, Stuttgart und Nürnberg über Code-Sharing durchzuführen. Hingegen stütze das Abkommen nicht die Auffassung von Etihad, dass der Linie auch die Bedienung weiterer innerdeutscher Strecken zwischen den Flughäfen Frankfurt, München, Düsseldorf und Hamburg oder zwischen den Flughäfen Berlin, Stuttgart und Nürnberg erlaubt werden müsse. Der Beschluss sei nicht anfechtbar, erklärte das Oberverwaltungsgericht (Az. 7 ME 4/16).

 

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