Ein Teilnehmer eines Warnstreiks hält am 14.03.2017 vor dem Terminal des Flughafens Schönefeld (Brandenburg) ein Schild mit der Aufschrift «Low Cost Low Saftey» (Quelle: Ralf Hirschberger / dpa)

Mittwoch starten Flugzeuge wieder planmäßig - Verdi kündigt Streikpause bis nächsten Montag an

Das Bodenpersonal streikt - an den Flughäfen Tegel und Schönefeld hebt seit Montagfrüh kaum ein Flugzeug ab. Zunächst standen die Zeichen auf weitere Eskalation. Doch nun will die Gewerkschaft vorerst auf weitere Arbeitskämpfe verzichten.

Im Tarifkonflikt des Bodenpersonals an den Berliner Flughäfen verzichtet die Gewerkschaft Verdi auf weitere Streiks bis einschließlich des Wochenendes. Der laufende Ausstand werde wie geplant Mittwochfrüh gegen 5 Uhr beendet, kündigte Verdi-Streikleiter Enrico Rümker an. Am Dienstag wurden laut Flughafen-Sprecher Daniel Tolksdorf in Schönefeld 125 Flüge gestrichen, in Berlin-Tegel 453. Damit sind rund 90 Prozent der Flüge aus gefallen.

Am Mittwoch werde sich der Betrieb auf den beiden Flughäfen schrittweise wieder normalisieren. "Wir haben uns zu dieser Streikpause entschlossen, um den Arbeitgebern eine weitere Nachdenkpause zu gewähren", hieß es von der Gewerkschaft. Nur mit einem verbesserten Angebot durch die Arbeitgeber könne der verschärfe Konflikt beigelegt werden. Zuvor hatten die Arbeitgeber eine Schlichtung vorgeschlagen. "Wir sehen die Schlichtung als einzige Lösung, für beide Seiten eine vertretbare Lösung zu finden", sagte Tim Alexandrin von Forum der Bodenverkehrsdienstleister rbb|24.

Verdi-Sprecher Andreas Splanemann sagt dazu, dass bislang noch kein Schlichtungsangebot eingegangen sei. "Falls so ein Angebot kommen wird, müssten wir erst eine Schlichtungsvereinbarung verhandeln. Ich glaube nicht, dass unsere Tarifkommission dem zustimmt", sagte Splanemann. Nötig sei in erster Linie ein verbessertes Angebot der Arbeitgeber. Die Gewerkschaft fordert einen Euro mehr Stundenlohn, die Arbeitgeber hätten bislang 27 Cent mehr geboten.

Ryanair hat eigenes Personal eingeflogen

In Schönefeld hat Ryanair laut Verdi eigenes Personal aus dem Ausland eingeflogen, das zwölf Flüge der irischen Billigfluglinie abfertigen soll. Auch Easyjet will sechs Flüge abfertigen und dafür offenbar eingeflogenes Personal einsetzen. Verdi betrachtet dies als Verschärfung des Konflikts. "Wenn Streikbrecher eingesetzt werden, ist es uns nicht mehr möglich, weitere Streiks vor Beginn anzukündigen", warnte Verdi-Streikleiter Enrico Rümker.

Verdi wirft Ryanair und dem Flughafen zudem vor, dass die Streikbrecher von Ryanair ohne Sicherheitsüberprüfung auf dem Vorfeld im Einsatz seien. Diese Überprüfung sei aber nötig, um auf dem Vorfeld arbeiten zu dürfen. Ryanair-Sprecher Kenny Jacobs erklärte auf Anfrage von rbb|24, dass man eigene "voll ausgebildete und befugte" Mitarbeiter des Bodenpersonals einsetze, um in Schönefeld Flugzeuge planmäßig abzufertigen. Die Behauptung Verdis, die Mitarbeiter hätten keine Sicherheitsüberprüfung, sei falsch.

Die Flughafengesellschaft bestätigte auf Anfrage, dass sie acht Mitarbeitern von Ryanair eine Zutrittsgenehmigung zum Luftsicherheitsbereich des Flughafens Schönefeld ausgestellt habe. "Im Rahmen ihrer Tätigkeit bei Ryanair sind diese einer Sicherheitsüberprüfung unterzogen", so Pressesprecher Daniel Tolksdorf. Verdi entgegnete, nötig sei eine Sicherheitsüberprüfung nach deutschem Recht. Ob diese vorlag, muss nun das Luftfahrbundesamt klären. Bei dieser Aufsichtsbehörde hat Verdi nach eigener Aussage Anzeige erstattet. Die Behörde war auf Anfrage von rbb|24 zunächst nicht zu erreichen.

Geschäftsführer müssen offenbar selber Koffer fahren

Verdi behauptet zudem, dass die eingeflogenen Ryanair-Arbeiter keine Genehmigung für die Bedienung der Maschinen hätten. Daher müssten sie die Koffer von Hand entladen. Die "Koffermuli"-Fahrzeuge und die Schlepper-Fahrzeuge würden von den Geschäftsführern der Bodenverkehrs-Dienstleister selbst gefahren. Ryanair-Mitarbeiter seien zudem teilweise in Turnschuhen und Jeans gekleidet und würden keine vorgeschriebene Schutzkleidung tragen.

Die Gewerkschaft hat nach eigener Aussage auch diese angeblichen Verstöße dokumentiert und dem Luftfahrtbundesamt zugeleitet.

Ryanair reagierte gereizt auf den Gegenwind der Gewerkschaft. "Es ist eine Schande, dass die Reisepläne von Berliner Passagieren und Berlin-Besuchern von einer geringen Anzahl des Bodenpersonals beeinträchtigt werden, die Deutschlands Hauptstadt als Geisel halten", polterte Ryanair-Sprecher Jacobs.

Flughafenverband beklagt massive Auswirkungen

Bereits am Montag hatten die Airlines von den insgesamt rund 670 geplanten Flügen rund 650 gestrichen. Da Verdi den Streik vorher angekündigt hatte, hatten sich allerdings die meisten Fluggäste darauf eingestellt. Dennoch hat der Streik des Bodenpersonals bereits jetzt weitreichendere Folgen als frühere Streiks der Piloten und der Fluglotsen. Damals waren weit weniger Flüge ausgefallen.

"Durch die Streiks von Verdi wird die Hauptstadt Berlin für mehrere Tage vom Luftverkehr völlig abgeschnitten", stellte Ralph Beisel vom Flughafenverband ADV fest. Zudem klagen die Airlines darüber, dass ihre Flugzeuge nicht wie geplant eingesetzt werden können, weil diese in Berlin gestrandet seien und nun im Netz fehlten.

Schäden in Millionenhöhe für die Branche

Einer der Haupt-Leidtragenden des Streiks ist AirBerlin - die kriselnde Fluglinie ist größter Anbieter in Tegel und annullierte allein 215 Flüge. Der Arbeitskampf verursache Tag für Tag Schäden in Millionenhöhe für die Branche, klagte Air Berlin. Schließlich sind die Airlines verpflichtet, kostenlose Stornierungen oder Umbuchungen anzubieten.

Auch die Lufthansa sagte konzernweit etwa 180 Flüge ab, am Dienstag dürfte die Zahl ähnlich hoch liegen. Der britische Billigflieger Easyjet strich zu Wochenanfang 80 Flüge und erwartete zudem Verspätungen bei anderen Verbindungen. Bei Ryanair entfielen am Montag 76 Flüge.

Verdi fordert einen Euro mehr pro Stunde

Verdi fordert innerhalb eines Jahres einen Euro mehr pro Stunde. Das Bodenpersonal bekommt derzeit etwa elf Euro pro Stunde. Zudem arbeiten viele Beschäftigte nur in Teilzeit und seien auf Zweitjobs angewiesen, um sich über Wasser zu halten, so Verdi.

Die Arbeitgeber boten zuletzt die schrittweise Erhöhung der Löhne um acht Prozent in drei Jahren an - also 2,66 Prozent pro Jahr. Das Angebot setze bereits sehr hoch oben an. Die Gewerkschaften wiederum verweisen darauf, dass die Airlines die fünf Bodenverkehrsdienstleister gegeneinander ausspielen. Sie seien gefordert, den Unternehmen höhere Preise zu zahlen, dann wäre auch mehr Luft für Gehaltssteigerungen des Bodenpersonals.

  • Wie können sich Flugreisende informieren?

  • Was tun, wenn der gebuchte Flug ausfällt?

  • Wer ersetzt bei Urlaubsreisen den Schaden?

  • Welche Kosten übernehmen Fluggesellschaften?

  • Wie macht man Fluggastrechte geltend?

Kommentar

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54 Kommentare

  1. 54.

    Jeder möchte mehr Geld haben, das ist ja in Ordnung. Deshalb finden das die von Ihnen genannten Organisationen auch gut. Dazu dürfen Sie auch Streiken. Ich verstehe nur nicht, warum nicht 20 EUR pro Stunde gefordert werden!
    Als direkt Betroffener finde ich das nicht gut.
    Viel schlimmer finde ich, dass Sie davon ausgehen, dass dies nur die Schuld des Unternehmers ist. Wenn es so einfach ist, warum gründen dann nicht alle ein Unternehmen?
    Da bemerken Sie, dass es zahlende Kunden benötigt. Und der Kunde vergleicht dann, welche Leistung er geboten bekommt und was er bezahlen muss. Mir wurde zum ersten Mal klar, dass die Bahn zwar langsamer ist als der Flieger, aber zumindest im Preis inzwischen auf Augenhöhe mit dem Flugzeug ist.
    Und ja man kann die Lohnspirale drehen. Wir erhöhen jedem seinen Lohn. Nur dummerweise gehen dann die Preise nach oben und dann hat der Mitarbeiter leider zwar nominal mehr in der Tasche, kann sich aber trotzdem nicht mehr leisten,

  2. 53.

    Der Streik ist mitnichten eine Unverschämtheit und in dieser Situation völlig berechtigt und auch Notwendig. Er ist das wirksamste Mittel der Arbeitnehmer gegen gierige und auf Profit ausgerichtete Arbeitgeber. Die Arbeitnehmerinteressenverbände fast aller deutschen Flughäfen haben sich solidarisch mit den Berliner Bodenabfertigern gezeigt, genauso wie die größte englische Gewerkschaft mit Sitz in London. Die Tarifkommission der Deutschen Lufthansa AG steht genauso hinter den Berlinern wie auch viele Menschen aus unserem Land. Auch die Rot-Rot-Grüne Koalition in Berlin bekundet ihre Solidarität. Es ist zu bedauern das vielen Passagieren Probleme daraus entstanden sind, aber es zeigt auch wie diese Unternehmenspolitik über Jahre hinweg diese eskalierende Situation nahezu heraufbeschworen hat. Jeder halbwegs kluge Unternehmer hätte wissen müssen wohin diese Art der Unternehmenspolitik führt, Anzeichen dafür zeichneten sich lange vorher schon ab.

  3. 51.

    Bei Ryan Air konnte man ALLE Tickets problemlos STORNIEREN!! Egal welchen Tarif man gewählt hat. Und die Airline ist nicht gerade für Service bekannt!! Mann!

  4. 50.

    Dieser Streik ist eine Unverschämtheit. Er trifft Tausende von Unbeteiligten und versaut denen ihre Termine, Wünsche und Pläne.

  5. 49.

    Bei der Zahl 2 Mio bin ich skeptisch.

    Ja die armen Unternehmen können einem schon leid tun. Solltest du eine normal bezahlte Arbeitskraft sein,können deine Aussagen nur erschrecken. Die jahrelang eingehämmerte Sorge vorm Verlust des Arbeitsplatzes macht sich wohl bemerkbar. Wenn alle so denken,braucht man sich über die Zustände nicht wundern. Nur mal als Tipp,vor dem Arbeitgeber auf die Knie fallen,hat noch keine Verbesserungen gebracht. Die Lektion sollte man nicht zu spät lernen.

  6. 48.

    Danke,gut erkannt.
    Ein Beispiel,wo man mit deinen Methoden einen höheren Lohn erreicht,hast du sicher unabsichtlich vergessen. Den Job wechseln gehört ganz sicher nicht dazu. Auch dass ich andere Streiks gut finde,war wohl die falsche Antwort und spielt anscheinend keine Rolle mehr.

    Streik ist eine Art des Demonstrierens und in der Regel wird vorher verhandelt. Der Streik wird dann nur im äußersten Fall als Druckmittel genutzt.
    Wie du dir politsche Lobbyarbeit vorstellst und was das bringen soll,interessiert mich schon.

    Deine Tipps helfen wenn dann nur dem Einzelnen. Für die gesamten Beschäftigten macht das keinen Sinn. Nur weil alle Fortbildungen machen,springt kein Euro mehr raus. Es ist kein Zufall,dass dort die höchsten Löhne gezahlt werden,wo Menschen in Gewerkschaften organisiert sind.
    Du hast entweder kein Streikrecht oder hast es nicht nötig. Wenn doch,viel Erfolg mit deinen Methoden.

  7. 47.

    So so, wer gegen niedrige Löhne ist und gegen Streik, disqualifiziert sich. Sprach der isso vom hohen Berg der Logik und wandte sich wissenden Blickes ab. Soweit das Märchen. Hier die Realität:
    Ihre Annahme, man könne nicht für höhere Löhne sien und zeitgleich gegen Streik wäre nur dann logisch widerspruchsfrei, wenn Streik die EINZIGE mögliche Maßnahme wäre. Tatsächlich kann man den Job wechseln, Fortbildungen machen, Demonstrieren, gesammelt Abwandern, politische Lobbyarbeit leisten, oder es eben halten wie andere Arbeiter, die feststellen, bei ihrem jetzigen Arbeitgeber nicht ausreichend bezahlt zu werden: Verhandeln. Oder gehen.
    Tun Sie nicht immer so, als wäre Streik alternativlos! Ist er nicht. Wie man an zig Tausenden anderen Arbeitern sieht, die KEINE Gewerkschaft im Rücken haben.

  8. 46.

    Lt. Statistik haben wir ca. 80 Millionen Einwohner in Deutschland. Davon gibt es gerade mal 2 Mio. Mitglieder in der Gewerkschaft. In den letzten Jahren soll die Mitgliederzahl sogar geschrumpft sein.Das bedeutet doch, dass die Mehrzahl der Einwohner eher darauf bedacht ist, ihren Arbeitsplatz zu behalten und diesen Streik gar nicht wollen. Es werden vielleicht noch weniger Leute eingestellt oder Leute entlassen. Die Arbeitsbelastung und der Arbeitsdruck wird durch die erzwungene Erhöhung eher noch verschlimmert. Dann soll doch die Bundesregierung ein Gesetz beschließen, wo der Mindestlohn nach Wirtschaftslage angepasst wird. Dann hören die Vor-Feiertags-Streik und Ferienstreiks endlich auf.
    Ob Fluggesellschaften, Reisebüros, Hotelketten und Privatleute im In- und Ausland dadurch eine große finanziellen Schaden haben, interessiert diese Macht-Organisation nicht. Im Prinzip entsteht lediglich eine Problem-Verlagerung auf Kosten Anderer. Geholfen ist damit niemand.









  9. 45.

    Wir leben in einem Land, wo zur Zeit ein riesige Spaltung stattfindet. Die Politik hat es möglich gemacht, das sich viele Arbeitgeber aus der Verantwortung ziehen können. Ganze Konzerne haben sich aus Arbeitgeberverband gelöst. Gerade in Industrie, Handel oder Service.
    Aber was hier im öffentlichen Dienst stattfindet, es ist nicht hinnehmbar.
    Der in der industrie hat nur die Möglichkeit, mit einem Streik, den Gewinn, des Konzern zu mindern um ihre Forderungen durch zu setzen.
    Hier wird das gleiche Ziel angegangen, aber man Geißelt den Kunden und macht durch ihm und mit Ihm Druck.
    Vergessen wird dabei, auch bei niedrig Preisen von Reisen, es sich in diesem Land, was ja nun langsam zum Niedriglohnland avangiert, dank unserer betriebenen Politik und Amerikanersierung, es sich lange, vielleicht über Jahre erspartes Geld in Luft auslöst, Hier werden bei Schulen, Kindergärten oder jetzt auch Reisende immer die falschen immer die Geldausgebenen in Haft genommen, weniger der Konzern.

  10. 44.

    Ich war selbst mal am Tegel tätig...ein extrem wichtiger Arbeitsumfeld ...trotzdem...sorry... bestimmte Arbeitnehmergruppen sollten nicht streiken können...so viele unbeteiligte sind unverschuldet betroffen...bin selber vor kurzem zum Trauerfeier geflogen...

  11. 43.

    Naklar, deshalb haben die Lufthansa Piloten ja auch 8 % mehr rausschlagen können auf ihre mickrigen Gehälter die gut und gerne bei 10 000,- € oder mehr pro Monat liegen. Plus 5000,- € Einmalzahlung. Da hört jegliches Verständnis bei mir auf, zumal sie auch 14mal gestreikt haben für diese Forderung. Bei dieser Ungleichverteilung der Gewinne aus der Wertschöpfungskette Luftfahrt haben sich die Mitarbeiter der Bodenverkehrsdienste, die das erste Glied in dieser kette sind, ihre Forderung redlich verdient. Von mir aus könnten sie auch 3,- € mehr bekommen. Wären dann immer noch unterbezahlt. Das Gespühr das sie einfordern von der Gewerkschaft lassen sie selbst total vermissen. Shame on you.....

  12. 42.

    Die innerhalb des letzten halben Jahres abgeschlossenen Tarifverträge liegen alle um die 2 % pro Jahr. Was soll also zum einen diese weit darüber liegende Forderung. Warum nicht 3 oder 4 Euro, irgendwann wollen die Airlines wieder fliegen. Es ist bedauerlich, wenn bei den Gewerkschaften, insbesondere aber bei Verdi, jegliches Gespür für eine angemessene Forderung verloren geht. Auf dem Rücken der Passagiere. Unter Anrichtung eines immensen wirtschaftlichen Schadens. Und im wesentlichen aus Gründen der Anwerbung neuer Mitglieder.

  13. 41.

    Ich werde wohl auch betroffen sein, Hätte ich vorher gewußt, wie erbärmlich das Flughafenpersonal bezahlt wird, wäre ich lieber gleich mit dem Auto gefahren. Es wird Zeit, das die sich selbst von Krise zu Krise mit Champanger gegenseitig zuprostenden sogenannten Manager weggejagt werden. Dann kann das dort verschwendete Geld auch sinnvoll in existenzsichernde Normallöhne investiert werden....

  14. 40.

    Danke für die Einlicke!
    Man versucht halt die Arbeitnehmer gegeneinander auszuspielen,bei den Lokführern war es genauso. Viel Erfolg!

  15. 39.

    Hallo Marcel
    Ich finde es gut das ihr das macht.ich bin irgendwie mitbetroffen durch meinen Mann. Ihr habt durch die schichten nicht viel Freizeit und die Familie steht hinten an.ohne euch könnte niemand in den Urlaub fliegen und sich vergnügen.man sollte soviel verdienen das man nicht noch zum amt rennen muss. Und eine andere Möglichkeit habt ihr garnicht als die Arbeit niederzulegen. Und jeder der kein Verständnis hat sollte sich mal überlegen auf wessen Rücken die billigen flugpreise ausgetragen wird. Hauptsache den Chefs geht's gut.die , die die Arbeit machen die sind ja egal. Ich hoffe ihr macht so weiter und haltet durch.

  16. 38.

    Sicherlich kann man immer sagen, such dir doch einen anderen Job. Wenn das aber alle machen, wer macht dann die Arbeit ? Trotz alledem mache ich sie auch gerne, auch wenn sie körperlich sehr schwer ist, besonders im Sommer, wenn alle wieder in den Urlaub fliegen, wovon ich nur träumen kann. Die Kollegen sind es wert auch dabei zu bleiben, wir geben uns da auch selbst viel Halt. Ich möchte auchmal ins Kino, mal mit meiner Frau ins Restaurant, von einem Auto ganz zu schweigen. Sind wir das echt nicht wert ? Ich weiß, so wie uns geht es sicherlich vielen anderen auch. Der kleine Handwerker der auch nur 1200,- hat im Monat, für den keiner kämpft. Das kann uns aber nicht davon entbinden diesen Arbeitskampf in Anspruch zu nehmen. Wie gesagt, ich entschuldige mich dafür das er jetzt in dieser Härte stattfindet, aber viel von uns haben nichts mehr zu verlieren.....

  17. 37.

    Es wurde ausreichend kommuniziert, das eine Erhöhung der Ticketpreise um 1 Euro die Forderung mehr als erfüllt werden könnten. Welcher Passagier würde dagegen was haben ? Ich verstehe das nicht. Wir haben jetzt schon freie Stellen die nicht besetzt werden können, weil die Bedingungen so schlecht sind, die, die noch da sind müssen daher noch mehr leisten um das zu kompensieren. Stichwort Arbeitsverdichtung, die nimmt immer mehr zu. Viele müssen Sonn- und Feiertage arbeiten und auch in Schicht, aber die Entlohnung ist sicherlich fairer dort gestaltet. Streikrecht ist ein grundsätzliches Recht und gerade heute so wichtig wie nie zuvor. Es ist das einzige Mittel das Arbeitnehmer überhaupt haben um sich zur Wehr zu setzen. Und bei uns ist es jetzt das letzte Mittel auf einem langem steinigen Weg. Das ist uns ja nicht erst voherige woche eingefallen. Wir hätten es gerne vermieden. Airlines machebn Milliardengewinne und wir dürfen nicht davon mit partizipieren?

  18. 36.

    Ich bin einer der Streikenden und möchte mich wirklich entschuldigen, das dieser Streik auch zu Lasten der Passagiere geht. Kurz zu mir, ich arbeite auf den Vorfeld in der Be- und Entladung von Luftfahrzeugen. Ich habe einen 141,5 Stunden Teilzeitvertrag, bin seit 7 Jahren dabei und war die ersten drei Jahre mit jeweils 6 Monatsverträgen befristet. Ich bin in der Entgeltstufe 2 und bekomme 10,80 Euro die Stunde. Das sind 1528,2 Euro Lohn im Monat. Netto bekomme ich da 1121,83 Euro raus. Dafür arbeite ich in einem rotierendem Schichtsystem aus Früh-, Mittel- und Spätschicht. In Schönefeld ausserdem auch Nachtschicht. Sonn- und Feiertage nimmt man dankbarerweise gerne mit und verzichtet durch die existenziell wichtigen Zuschläge auf Lebenszeit für seine Lieben daheim. Wenn man "Glück" hat, dann hat man zwei bis drei Sonntage mit im Schichtplan des Monats und bekommt so nochmal steuerfreie Zuschläge zwischen 80 und 120 Euro. Das ist eindeutig zu wenig in einer Stadt wie Berlin.

  19. 35.

    Streik schön und gut und immer auf den Schultern der Kunden ...Was nutzt eine Rückerstattung wenn ein Alternativflug schnell mal das 4-fache gekostet hat weil alles überbucht ist... Auch dieser "Euro" wird an die Fluggäste weitergegeben... Zudem muss man sich später nicht wundern wenn im Rahmen des Möglichen "Arbeiter" gegen "günstigere Arbeiter" ausgetauscht werden.

  20. 34.

    Keine Sorge,ich komme mit anderen Meinungen sehr gut klar. Nur halbwegs logisch und nachvollziehbar sollten sie schon sein. Wer zum Beispiel niedrige löhne schlecht findet,gleichzeitig aber auch gegen Streiks ist,disqualifiziert sich damit schon mal.

    Ausbeutung und Übermacht sind als Streikgrund so aktuell wie eh und je. Daher verstehe ich nicht,wieso es heute nicht mehr angemessen sein soll das Streikrecht auch zu nutzen. Ein Beispiel,wo mit deinen Vorschlägen Verbesserungen der Arbeitsbedingungen erreicht wurden,interessiert mich schon. Streik muss weh tun,sonst erreicht man nichts.
    Und ja,ich befürworte so gut wie jeden Streik,den der Lokführer und sogar den Pilotenstreik fand ich gerechtfertigt. Wenn sich alle Arbeitnehmer solidarisieren und organisieren würden,hätten alle was davon.

  21. 33.

    Wir drehen uns im Kreis. Sie meinen, jeder einzelne soll mit seinem Arbeitgeber verhandeln oder einen neuen Job suchen (so wie Sie oder ich es mache). Halte ich aber für die Betroffenen in der Mehrzahl für nicht praktikabel.

    Ich verstehe nicht, warum simple Lohnerhöhungen nicht ein Mittel gegen "Ausbeutung und Übermacht des Industriellen versus des kleinen Arbeiters" sein soll. Ich sehe auch nicht, dass die Gesellschaft kein Interesse daran hat, dass Löhne bzw. das Lohnniveazu steigt. Natürlich ist sich in unserer Gesellschaft in der Regel jeder selbst der nächste (sprich es geht um den eigenen Lohn). Aber hin und wieder wünscht sich der ein oder andere, dass es (auch) anderen besser geht. Das finde ich eine gute Einstellung.

    Übrigens: Auch wenn die Auswirkungen minimal sind, haben gerade steigenden Tariflöhne positiven Einfluss auf die Entwicklung der Rentenhöhe und HartzIV-Sätze. Auch das sind "Folgen" für die Gesellschaft.

  22. 32.

    Stimmt! Es ist auch wirklich unverschämt, dass heute HInz und Kunz fliegen dürfen! Zu fliegen war mal ein Privileg, das meinen Status unterstrich. Wer nicht in meiner Liga spielt, soll bitte Zuhause bleiben und sich eine Reisedoku im Fersehen ansehen.

  23. 31.

    So ein Quatsch! Man bekommt zwar - mit einigem Aufwand - die Flugkosten wieder, wenn man storniert, bleibt aber ggf. auf Stornierungskosten für gebuchte Hotelzimmer bzw. Mietwagen am Reiseziel sitzen, ebenso auf Kosten für vorab gebuchte Eintrittskarten, Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln etc. am Reiseziel. Das erstatten weder die Fluggesellschaft noch der bestreikte Arbeitgeber noch die streikende Gewerkschaft und auch nicht die streikenden Beschäftigten. Ach ja, und genehmigten, womöglich bereits angetretenen Urlaub bekommt man in alle Regel auch nicht zurück - der ist dann einfach nutzlos verbraucht.

    Erst informieren, dann rumnölen! Mann, Mann, Mann!

  24. 30.

    Nur, wenn man ein Ticket gekauft hat, dass diese Option beinhaltet.

    Wenn ich keinen Goldesel im Keller habe, nutze ich auch gern die Option eines nicht-erstattungsfähigen Tickets, um Zusatzkosten zu vermeiden (preisgünstiste Variante, macht duchaus mal 50 Euro für HIn- und Rückflug). Diese Möglichkeiten gibt es bei fast allen Airlines und dann kann man nicht STORNIEREN!! Erst informieren, dann belehren. Mann, Mann, Mann!

  25. 29.

    So ein Quatsch! Man bekommt die Flugkosten wieder, man kann STORNIEREN!! Erst informieren, dann meckern! Mann, Mann, Mann!

  26. 28.

    Sie haben recht. Die Probleme begannen mit Auslagerungen von Arbeitsplätzen bzw. Arbeitsbereichen und auch Gründungen von senatseigene GmbHs. Diese senatseigene GmbHs entziehen sich jeder sozialen Verantwortung gegenüber den privaten Firmen und deren ihren Mitarbeiter*innen durch Vergabe an den Billigsten (sogenannter Bestbietenden). Denn die senatseigene GmbHs sind an bestimmten Vergabepraxen nicht gebunden (z.B. im Bauwesen ist bei der öffentliche Hand nur die VOB bindend, aber nicht mehr bei den senatseigenen GmbHs). Die Folgen sind knallharte Vertragsbedingungen mit sozialen Sprengstoff.

  27. 27.

    Hallo isso, ich bin mir nicht ganz sicher, ob Sie auch an meinem Verstand zweifeln. Falls doch, darf ich Sie beruhigen. Das, was Sie zweifeln lässt, sind ggf. die Nebenwirkungen von etwas, was man andere Meinung nennt.

    Zur Sache:
    Wenn man mit dem Streikrecht, weches historisch vor dem Eindruck einer Ausbeutung und Übermacht des Industriellen versus des kleinen Arbeiters entstandt, dieses Recht dazu nutzt, eine Lohnerhöhungsforderung aus einen persönlichen Arbeitsverhältnis auf Biegen und Brechen durchzusetzen, überträgt sein persönliches Anliegen auf die Gesellschaft mit den bekannten Folgen. Und das scheint mir nicht angemessen.
    Demosntrieren Sie. Reden Sie in Ihrer Freizeit mit der Presse. Wandern Sie geschlossen zu einem Konkurrenten ab. Aber bitte keine Streiks bei simplen Lohnforderungen. Hören Sie, wenn ich kommende Woche mein Gahlt nicht erhöhen kann: Zeigen Sie mir den Daumen hoch, wenn ich die S-Bahn blockiere?

  28. 26.

    Ich bleibe dabei: Streiken ist wie "jemanden aufs Maul hauen" weil die Argumente ausgegangen sind. "Die Arbeitgeber haben kein verbessertes Angebot vorgelegt"... und Verdi? Seid ihr schon entgegengekommen??? Verhandeln heißt verhandeln und kann eben dauern. Wenn ihr 1 Euro mehr pro Stunde wollt müsst ihr eben 2 Euro fordern. Ich gönne euch jeden Euro aber Verhandeln erfordert auch ein wenig Geschick was den Verdi Verhandlungsführern anscheinend fehlt.

  29. 25.

    Manchmal zweifel ich wirklich am gesunden Menschenverstand einiger. Oder die jahrelange Propaganda bestimmter Medien zeigt hier ihre Wirkung.

    Nur mal so als Denkanstoß,die 40-Stunden-Woche a 5 Tage ist nicht einfach vom Himmel gefallen. Ich empfehle den Unwissenden sich mal damit zu beschäftigen. Auch zukünftige Arbeitsverbesserungen werden sicher nicht von Arbeitgeberseite kommen.
    Der Einsatz von Streikbrechern zeigt,dass sich die Zeiten nicht groß geändert haben.

    @Martin
    Es kann aber nicht jeder Boss sein. Selbst wenn sich alle Beschäftigten weiterbilden würden,braucht man dann etwa kein Bodenpersonal mehr? Für jemanden der angeblich so viel verdient,sollte das verständlich sein.

    @Bikmaz
    Welches Mittel wäre denn angemessen?

  30. 24.

    In der Abwägung zwischen den m.E.n. berechtigten Interessen der Streikenden nach einem angemessenen Lohn und dem berechtigten, langfristigen Interesse der Öffentlichkeit nach Verlässlichkeit und Nachhaltigkeit des Standortes Deutschlands kann man eigentlich nur zu einer Lösung kommen: Die Betreibergesellschaften der Flughäfen gehören dem Bund und den Ländern. Diese vergeben die Dienstleistungen des Bodenpersonals an Fremdfirmen, um Wettbewerb zu erzeugen. Nun kann dieser Wettbewerb eigentlich nur über die Lohnhöhe erfolgen (ich hoffe nicht, dass auch bei der Sicherheit konkurriert wird). Das heißt der Staat produziert die Probleme selbst. LÖSUNG: Die Flughafengesellschaften - getrieben durch ihre Eigentümer - stellen Personal wieder direkt ein mit einem an den öffentlichen Tarif angelehnten Lohn. Pro Flug und Fluggast würde das etwa EUR 2,00 mehr kosten. Ich wäre gern bereit dieses zu bezahlen und zwar nicht nur, weil ich Angst um meinen Flug am Donnerstag habe, sondern

  31. 23.

    Es ist durchaus nicht jede Tätigkeit auf dem Flughafen ohne eine bestimmte Qualifikation möglich. Dass dennoch Personal eingesetzt wird ohne solcher Vorkenntnisse spiegelt sich in der immer geringeren Qualität der Abfertigung. Das ursprünglich mitgebrachte Knowhow will der Arbeitgeber gar nicht mehr fördern, da die Beschäftigten dadurch zu teuer werden. Dennoch waren vor einigen Jahren diese Qualifikationen noch Einstellungsvoraussetzung. Diese werden heute jedoch nicht mehr entsprechend entlohnt besonders dann nicht, wenn man sie nicht beim jetzigen Arbeitgeber erworben hat. Und einfach Mal den Job wechseln ist nicht in jeder Altersgruppe unproblematisch.

  32. 21.

    Turkish Airlines hat bereits gestern und heute eigene Mitarbeiter eingesetzt, die sich nicht am Streik beteiligt haben. Laut Verdi hatten diese Mitarbeiter aber im Gegensatz zu solchen von Ryanair die erforderlichen Sicherheitsfreigaben.

  33. 20.

    Dieser Streik ist überfällig gewesen! Ich würde mich sogar freuen, wenn andere Berufsgruppen mit aufspringen (z.B. die Reinigungskräfte, Gastronomieangestellten und andere Dienstleister). Dienstleistungen werden in Deutschland miserabelst entlohnt weil Geiz geil ist. Statt für 19,- quer durch Europa einfach mal für ein paar Euro mehr, damit Löhne steigen (was übrigens dann auch erlaubt höhere Preise zu bezahlen). Diese frechen Arbeitgeber gehören abgestraft! Unbefristet streiken! Bis die Damen und Herren in den Vorstandsetagen mal zur Besinnung kommen!
    Allen Beschäftigten der Bodendienste in Berlin viel Erfolg!!!

  34. 19.

    ohh, so schlimm , das tut mir sehr leid. Ihr Schicksal ist sicherlich Grund genug unser Grundgesetz
    mal so ordentlich auszulüften und umzukrempeln, was mir nicht paßt gehört halt verboten.
    Flugzeuge sind nicht geflogen.......es naht der Untergang des Abendlandes

  35. 18.

    Wer bediente denn eigentlich die während des Streiks stattgefundenen Flüge von Turkish Airlines?
    Über die wird nicht gesprochen? Warum?

  36. 17.

    Wenn man sich mal die Gehalts-Statistik "Bodenpersonal Flughafen" so anschaut, dann schneiden die neuen Bundesländer am schlechtesten ab. Wahrscheinlich spielt auch der Job und der Arbeitsaufwand mit eine Rolle.

    https://www.gehalt.de/einkommen/suche/bodenpersonal-flughafen

  37. 16.

    War am Freitag und bin am Mittwoch Früh vom Streik betroffen, da das Luftfahrzeug heute nicht einfliegen kann. Trotzdem akzeptiere und begrüße ich den Streik! Als 2008 die Lufthansa und die Berliner Flughäfen sich entschlossen hatten, Globe Ground Berlin zu verkaufen, begann das Desaster. WISAG und weitere Bodenabfertiger begannen mit dem Preis- und Konkurrenzkampf untereinander. Auf der Strecke blieben gutbezahlte Jobs. Verdi handelte vor einigen Jahren einen Flächentarifvertrag aus, sehr zum Nachteil der ehemaligen Globe Ground Mitarbeiter. Um so richtiger ist es, diese, in meinen Augen, verfehlte Lohnpolitik endlich zu beenden.
    Viele Kommentare in den letzten 2 Tagen zeigen mir, wie tief der Riss durch die Gesellschaft geht und sich Betroffenen ausspielen lassen bzw. nach dem Motto handeln: " gibt es noch Einen unter mir, den ich treten kann, dann mache ich es".

  38. 15.

    Nur weil etwas rechtlich verankert ist, muss es nicht auf Akzeptanz stoßen! Und ob es so sozial ist, wie Sie es anmalen, da habe ich Zweifel. Ich wüsste nicht wieso Kollege Herbst wegen Ihrer Gehaltsforderung, die nur Sie und Ihren Arbeitgeber angeht, nun alles abblasen muss.
    Nochmal: Ich wünsche jedem ein ordentliches Auskommen. Aber das Mittel Streik zur Durchsetzung von Lohnforderungen ist unangemessen.

  39. 14.

    Verbieten wir als Streik, weil: "andere Berufsgruppen — die weniger verdienen — haben solche Instrumente nicht." Sprich es verdienen noch mehr Menschen wenig bzw. zu wenig. Halten Sie das für sinnvoll?!

  40. 13.

    In Zeiten von Aufstockern, Leiharbeit und befristeten Verträgen ist der Gründungsgrund der Gewerkschaften aktueller denn je. Der einzelne Arbeiter (!) braucht ein Gegengewicht gegen die Ausbeutung von Konzernen bzw. deren "Subunternehmen".

  41. 12.

    Urlaub, Hochzeit, Geburt, Betreuung,... , bei Ihnen ist ja echt viel los auf einmal. Das was Sie freche Erpressung nennen und verbieten wollen ist ein im Grundgesetz verankertes Recht, eine zentrale Säule sozialer Demokratie. Keine Ahnung wo Sie beschäftigt sind, aber wenn Sie und Ihre Kollegen sich ebenfalls so gut wie das Bodenpersonal gewerkschaftlich organisieren würden, könnten auch Sie ihre Arbeitsbedingungen verbessern. Ist besser als andere zu beschimpfen die genau das tun, denn das Schimpfen auf andere verbessert nichts für einen selber, ist doch ganz einfach, oder?

  42. 11.

    Das ist ja wohl nicht Ihr Ernst, dass Sie Kommentatoren, die sich gegen den Streik wenden in die Nazi Ecke stellen! Unding sowas.
    Wenn Sie so geschichtsfest sind, werden Sie den Gründungsgrund für Gewerkschaften kennen: Ein Gegengewicht für den einzelnen Arbeiter gegen den Großindustriellen um Armut und Ausbeutung zu begegnen. NICHT hingegen ging es darum Forderungen, wie die einer Lohnerhöhung, die im Wege der Verhandlung (Angebot udn Annahme) zu treffen sind, durch das Mittel des Streiks einseitig zu Gunsten eine Partei zu verändern.

    Genau das passiert hier aber!

  43. 10.

    Ihre Thesen sind die einzige Unverschämtheit. Streiks verbieten,, weil jemand auf eine Oma aufpassen will... Gehts noch?
    Zwischen 1933 -1945 waren Streiks in Deutschland verboten. Sie möchten offensichtlich diese Verhältnisse wiederherstellen

  44. 9.

    .... vielleicht sollte den Reisenden auch langsam klar werden, dass es nicht sein kann für 120 Euro bequem durch Europa zu fliegen. In welchem Jahrhundert leben wir denn ? Allen geht es schlecht ? Die Flughäfen sind immer voll ! Und hier wird um 1 Euro gestritten. Ich schäme mich für die Arbeitgeber und unser denken ..... Hauptsache billig ! So was kommst von so was !

  45. 8.

    Hallo auch

    das ist zu begrüssen das Sie das Gehalt bekommen (10.000EUR)nur leider bekommt man das nicht nur durch, Weiterbildung, die Branche muss auch passen, ich bin jetzt 39 Jahre in meinen Job, habe auch mit Leuten zu tun, die wesentlich mehr bekommen und aber auch nicht schlauer sind. So was gibt es auch. An einen 1 EUR/Std, geht man nicht Pleite. Ja, es sind bestimmt um die 4 Mio vielleicht im Jahr an Personalkosten, dann muss man halt die Preise anheben.

    rainer

  46. 7.

    Mein Sohn hat lange für die Reise nach Mailand gespart und hat sich die Reise selber zusammengestellt. Voraussichtlich wird weiter gestreikt, so dass mein Sohn auf die Reisekosten sitzen bleiben wird! Es ist von Verdi eine absolute Frechheit die Arbeiterklasse in Geiselhaft zu nehmen! Für die Streikenden haben wir kein Verständnis!

  47. 6.

    "Verdi macht Ryanair und dem Flughafen schwere Vorwürfe" Macht dies eine türkische Airline nicht schon länger so? Eigenes Personal einfliegen lassen, damit ihre Flüge nicht ausfallen müssen...!?

  48. 5.

    Ich frage mich warum die Leute dann nicht andere Jobs suchen, sie haben sich dort beworben - sind nicht zufrieden .. also warum gehen sie dann nicht einfach?

    Nur zur Information so habe ich es immer gemacht und nun bin ich bei einem Einkommen von 10.000 EUR/Monat, angefangen hab ich mit 1600 EUR/Monat vor 16 Jahren.
    Natürlich sind 11 EUR nicht viel, aber das sind nun halt auch keine Jobs für Fachkräfte, ein jeder kann sich dort kurz einlernen und bekommt dann dieses Gehalt.
    Wer mehr will soll sich besser qualifizieren -- klar ist das nicht einfach aber von nix kommt nun mal nix.

    Auf der anderen Seite muss man in Berlin aber auch z.b den Wohnungsmarkt gegenüberstellen, die Mieten sind extrem gestiegen und geben den Leuten auch nicht viel Raum zum Atmen. Im Grunde ist das nur wieder ein Thema wo man sieht was in Deutschland im Allgemeinen falsch läuft.
    Berlin ist nicht reich - Berlin ist ARM verglichen mit anderen Städten im Westen.

  49. 4.

    Also ich verstehe nicht das die nicht 1 EURO/Std mehr bezahlen wollen, das kann man im 21. Jahrhundert nicht mehr verstehen !

  50. 3.

    Unglaublich !
    Hier werden tausende Menschen geschädigt um die Interessen Einzelner durchzusetzen.
    Wo bleibt da die Chancengleichheit ? Wen interessiert, wenn z.B. Friseure streiken.
    Nur weil diese Leute an exponierter Stelle mit Wirkung auf Menschemassen arbeiten können sie ihre Interessen durchsetzen. Die Verdi - Bosse handeln unverantwortlich, da damit die Stimmung in der Bevölkerung negativ beeinflusst wird. Hoffentlich kommen keine Parallelen zum Boss der Polizeigewerkschaft heraus.
    Das Image der Bundeshauptstadt wird dadurch extrem geschädigt ! Ist der BER nicht schon genug !

  51. 2.

    Billig, billiger, am billigsten so läuft das am Flughafen, Die Unternehmen, fünf an der Zahl, unterbieten sich gegenüber den Airlines mit Kostenangeboten auf dem Rücken der Mitarbeiter. Das muss jetzt aufhören. Es sollten alle endlich fest angestellt werden direkt beim Flughafen. Weg mit diesen miesen Unternehmen.

  52. 1.

    Ich verstehe wirklich nicht, warum im 21. Jahrhundert diese freche Erpressungund und unverschämte Schickane immer noch nicht gesetzlich verboten ist! Andere Berufsgruppen — die weniger verdienen — haben solche Instrumente nicht. Es ist einfach Ausnutzung der Anderen, um die eigenen Interessen durchzusetzen. Urlaub, längst geplante Hochzeit, Anwesenheit beim Geburt, Aufpassen auf alte Oma als Vertretung, Verträge (von denen auch übrigens Schicksal mehrerer Mitarbeiter abhängen!) — alles im Eimer!

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