Besucher auf einem Messestand von Ubisoft (Quelle: dpa/Oliver Berg)
Video: Abendschau | 19.04.2017

Ankündigung zur Games Week - Computerspiel-Riese eröffnet Büro in Berlin

Mehr als 11.000 Menschen arbeiten allein in Berlin in der Computerspiel-Branche, rund eine Milliarde Umsatz erwirtschaften sie zusammen. Und jetzt kommt mit "Ubisoft" ein großer Player der Zunft dazu, gab das Unternehmen kurz vor der "Gamesweek" bekannt.

Das französische Computerspiel-Unternehmen Ubisoft ist künftig mit seinem deutschen Tochterunternehmen Blue Byte auch in Berlin vertreten.

Der Entwickler des beliebten Spiels "Assassin's Creed" plane zunächst mit 50 Mitarbeitern, in den kommenden zehn Jahren sollen es bis zu 500 werden, wie der Berliner Senat am Mittwoch mitteilte. Berlin hat sich demnach als Standort gegen die Städte Prag, Warschau und Wien durchgesetzt.

Die ersten 50 Mitarbeiter sollen innerhalb eines Jahres eingestellt werden und dann an einem großen internationalen Titel arbeiten, sagte Benedikt Grindel, Leiter des deutschen Ubisoft-Studios Blue Byte. Berlin sei ein "inspirierendes Pflaster" und biete ein sehr kreatives Umfeld, so Grindel weiter. "Hier gibt es eine große Tradition, was Spiele betrifft." Bei der Ansiedlung in Berlin werde man vom Medienboard Berlin-Brandenburg und Berlin Partner unterstützt.

1.500 Unternehmen allein in Berlin

Das 1986 gegründete Unternehmen Ubisoft ist mit rund 10.000 Beschäftigten und Niederlassungen in mehr als 20 Ländern eines der größten Unternehmen der Branche weltweit. Große Standorte sind Frankreich und Kanada. Weitere Spiele sind etwa "Just Dance" oder die Serie "Tom Clancy's". Das Tochterunternehmen Blue Byte ist für Spiele wie "Die Siedler" oder die "Anno"-Reihe bekannt.

In der Computerspiel-Branche in der Hauptstadt erwirtschaften laut Senat rund 1.500 Unternehmen mit mehr als 11.400 Mitarbeitern rund eine Milliarde Euro Umsatz.

"Welthauptstadt der Computerspiele"

Die Nachricht über die Neuansiedlung des Unternehmens kam kurz vor dem Start der Computerspiel-Messe International Games Week, die am Montag im Station Berlin startet. Sie richtet sich an Fachbesucher und private Spielefans. Unter dem Motto "No games, no future" soll aber auch die Bedeutung der Branche als gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Faktor herausgestellt werden. Berlin soll dann "für eine Woche zur Welthauptstadt der Computerspiele" werden, versprechen die Veranstalter.

Im Rahmen der Games Week findet auch die Konferenz Quo Vadis statt. Über zwei Tage teilen Entwickler von Spielen wie "Assassin's Creed" oder "Worms" ihr Expertenwissen mit rund 3.000 erwarteten Fachbesuchern. Gekoppelt an die Fachkonferenz findet erstmals ebenfalls im Berliner Station das Making Games-Festival statt, auf dem Gamer etwa auch in direkten Kontakt mit den Machern ihrer Spiele treten können.

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