Kopfhörer liegen in einem Callcenter auf der Tastatur eines Computers (Quelle: dpa/Oliver Berg)
Video: Abendschau | 18.04.2017 | Jörn Kersten

Berlin-Adlershof - Callcenter drangsaliert seine Betriebsräte

Die Callcenter-Firma Sellbytel bezahlt ihren Mitarbeitern nur etwas mehr als den Mindestlohn. Im August 2013 wählten diese erstmals 26 Kollegen zu Betriebsräten. Doch nur zwei Jahre später haben die meisten das Unternehmen verlassen - weil sie von der Firmenleitung drangsaliert wurden. Von Jörn Kersten

Am Studio 16 in Berlin-Adlershof befindet sich die Berliner Filiale der Callcenter-Firma Sellbytel. Am anderen Ende der Straße hat der zugehörige Betriebsrat seinen Sitz - 550 Meter entfernt. Trotz freier Büros mussten die Mitarbeitervertreter umziehen. Der räumliche Abstand ist aber nur eine von vielen Schwierigkeiten mit denen sich Frank Kalinowski und seine Betriebsratskollegen immer wieder auseinandersetzen müssen.

Betriebsräte ringen um Arbeitszeiten

Vor wenigen Tagen wurde der Betriebsrat neu gewählt. Kalinowski gehört ihm nicht mehr an. "Wir müssen um die Pausen kämpfen, dass sie sich auch innerhalb der Arbeitszeiten befinden und nicht außerhalb, oder dass die Leute auch wirklich nur so lange arbeiten, wie sie eigentlich geplant sind", erzählt er. "Da hatten wir auch schon einige Gerichtsverfahren."

Sellbytel-Mitarbeiter helfen bei IT-Problemen. Zu ihren Kunden gehören eine deutsche Großbank und andere bekannte deutsche Firmen. Keine leichte Tätigkeit, trotzdem liegt die Bezahlung mit rund 1.600 Euro im Monat nur knapp über Mindestlohn.

Viele der Beschäftigten haben eine Umschulung bei der Arbeitsagentur gemacht und wollen dafür mit dem Bus zur Arbeit kommen. Damit das möglich ist, müssen die Betriebsräte regelmäßig intervenieren und um Beginn und Ende der Arbeitszeit ringen - und sich anschließend von Vorgesetzten beschimpfen lassen, wie E-Mails belegen, die dem rbb vorliegen. Darin heißt es beispielsweise: "Immer noch Langeweile?" und "Was soll diese ABM-Maßnahme?"

Gerichte geben Arbeitnehmern recht

Kalinowski schildert die weitere Situation: "Der nächste Punkt war dann der, dass der Betriebsrat insgesamt aufgelöst werden sollte. Danach kam noch eine fristlose Kündigung sämtlicher Betriebsratskollegen, die ebenfalls nicht durchgegangen ist - aber eben Druck ausgeübt hat." Mit der Zeit seien so immer mehr Kollegen verschwunden. "Bis dann 2014 sogar Gehälter einbehalten wurden von zwei Kollegen." Statt 1.360 Euro wurden einmal 144 Euro und einmal 252 Euro überwiesen - als Monatsgehalt, abgesegnet vom Sellbytel-Personalleiter persönlich.

Auch Kalinowski wurden solche Gehaltskürzungen angedroht. Regelmäßiger Pflichttermin ist für ihn deshalb der Besuch beim Anwalt für Arbeitsrecht. Vor Gericht bekamen seine Kollegen regelmäßig Recht, die Gehälter mussten nachgezahlt werden.

Frank Kalinowski im Gespräch mit seinem Anwalt. (Quelle: rbb/Abendschau)
Frank Kalinowski bespricht mit seinem Anwalt das weitere Vorgehen

Auch Kalinowski verlässt Sellbytel

"Alle Klagen hatten in vollem Umfang Erfolg, auch nach der Verurteilung war es so, dass nicht sofort gezahlt worden ist, sondern tatsächlich zum Teil die Zwangsvollstreckung notwendig war", sagt Martin Bechert, Fachanwalt für Arbeitsrecht. "Das deutet für mich darauf hin, dass es eben nicht um das Geld geht und auch nicht ums Recht haben. Es geht darum, das Betriebsratsmitglied möglichst zu drangsalieren." Diese Praxis nennt sich "union busting", zu Deutsch: "Betriebsräte brechen".

Es drängt sich der Eindruck auf, dass die Mitbestimmung der knapp 400 Beschäftigten von Sellbytel in Berlin ausgehebelt werden soll. Auf eine rbb-Interviewanfrage zu diesen Vorwürfen heißt es lapidar: "Die Sellbytell Group hat sich zu jeder Zeit rechtskonform verhalten." Das sahen die Gerichte allerdings ganz anders.

Die Masche hat jedoch Erfolg. Der nächste Betriebsrat gibt auf bei Sellbytell: Frank Kalinowski wird das Unternehmen in Kürze verlassen.

Beitrag von Jörn Kersten

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30 Kommentare

  1. 30.

    Zeiterfassungssysteme haben nun mal einen dienen Zweck.
    Dieses Zeiterfassungssystem erfasste keine Arbeitszeit (Anrechnungsfähige Arbeitszeit)sondern nur die Kommens - und Gehenszeiten und die Dienstplannung bzw Abrechung wurde mit Excel gemacht.

    Als alternative wurde vom BR eine andere Software vorgeschlagen. (Q1 Zeitmanagment https://www.qtime.de)
    Diese wurde von der AG Seite abgelehnt weil nicht wirtschaftlich und der BR kein "Initiativrecht" in diesem Fall hat.

  2. 29.

    nur die halbe Wahrheit,

    Der besagte Beschluss der Arbeitsgerichtes Berlin wurde durch das LAG Berlin-Brandenburg aufgehoben und die Beschwerde beim Bundesarbeitsgericht (BAG) zugelassen.

    Die Verhandlung dazu ist noch ausstehend.

  3. 28.

    Nicht ganz richtig! Es wird erst im Jahr 2022 wieder gewählt, da die letzte BR-Wahl weniger als 1 Jahr vor der Regelwahl stattfand. Dafür gibt es eine Ausnahme im BetrVG.

  4. 27.

    Der BR musste neugewählt werden, da die Mitgliederanzahl auf Grund von Firmenaustritten von einigen BR-Mitgliedern unter die Grenze von 11 Mitgliedern gefallen ist. Wenn keine Nachrücker mehr da sind, muss von Gesetz wegen ein neuer BR gewählt werden.
    Die meisten, die hie gegen den BR wettern, werden eh von der GF angestachelt. Der BR war gezwungen soviel zu klagen, da die GF sich in Keinster Weise an Gesetze und Absprachen gehalten hat. Der Standortleiter von Berlin, war sehr gut darin, gegen Gesetze zu handeln.
    Aber jetzt hat es die GF ja geschafft, das die Hälfte des neugewählten BR aus SV's und OM's besteht. Da werden bestimmt einige gute BV's aufgekündigt werden und es wird einfacher die Mitarbeiter wieder zu knechten.
    Aber zum Glück muss in einem Jahr ja wieder neugewählt werden, bis dahin werden bestimmt einige Mitarbeiter aufgewacht sein und wissen, welche Kollegen einen guten BR abgeben.

  5. 26.

    > sodass wir oft eine Woche vor dem nächsten Monat noch nicht wussten, wann wir arbeiten werden.
    Scherzkeks! Als ich 2007 bei Sellbytel gearbeitet habe, gab es noch keinen Betriebsrat, aber den Schichtplan vom nächsten Monat haben wir auch nicht vorher gesehen. Das gehört zur Firmenpolitik, und der BR wird einfach zum Buhmann gemacht. Es war damals auch Gang und Gäbe, dass eine Woche vor dem Auslaufen eines Zeitvertrags noch keine Information zu erhalten war, ob ein Mitarbeiter weiter übernommen wird oder nicht.

  6. 25.

    So ist das. Seit bald einem Jahrzehnt haben Kollegen Null Komma Null Euro Lohnerhöhung erhalten. Ständig werden Neue "ausprobiert" - und meist zum Ende der Probezeit wieder rausgeschmissen - die genausowenig erhalten wie langjährige und erfahrene Mitarbeiter.
    Alle Energie der Geschäftsführung und der ihr ergebenen Hierarchie (die sich hier fleißig mit erwarteten Falschmeldungen in Szene setzt) wird nicht etwa in irgendwelche Verbesserungen gesteckt, sondern darin, täglich die Arbeitsqualität aller Kollegen schlechtzureden. Und so gelingt es doch, bei stets gleichbleibenden Lohn sowohl die Arbeitsbedingungen als auch die eingesetzten Mittel, die Software zu verschlechtern.
    Der Laden läuft wie eine Psycho-Sekte - mit entsprechenden Folgen für die Mitarbeiter.

  7. 24.

    Laut anderen Quellen wird der Betriebsrat vom Unternehmen gezielt bekämpft.

    Die kommentare gegen de BR scheinen ein Teil der Strategie zu sein.
    https://arbeitsunrecht.de/sellbytel-atos-kuendigung-von-9-betriebsratsmitglieder/




  8. 23.

    Ich fress einen Besen, wenn diese blöden Kommentare gegen den Betriebsrat nicht vom Unternehmen organisiert und bezahlt werden. Das ist mein Eindruck.

    Typisch ist an derartigen Vorgängen, dass dabei eigene Kollegen im geheimen Auftrag der von Unternehmen handeln, sich kurzfristig wichtig fühlen, um danach genau, wie die BR-Kollegen abserviert zu werden.

    Eben typisch BR-Bashing.

  9. 22.

    Also ich bin schon sehr lange Mitarbeiter der SBT und ich möchte den vielen Personen die hier über den BR schreiben mal eines ans Herz legen. Nicht alles glauben was euch eure SV's erzählen und für bahre Münze zu nehmen. Von den Herren wird immer alles auf den BR geschoben (ist ja auch einfacher gegen den BR zu Hetzen als zuzugeben das Sie selbst vieles vermurkst haben zB. bei Schicht und Urlaubsplanungen). Desweiteren hätten die Kosten für die Fa. durch Gerichtsverfahren durchaus geringer ausfallen können, wenn sie sich mal an geltende Arbeitsgesetze gehalten hätten oder selbst bei bestimmten BV's einsichtiger gewesen währen. Aber natürlich hat der ehem. BR auch Fehler gemacht (Ist ja nur Menschlich da er ja von 0 Anfangen muste). Unterm Strich bleibt das das sogenante Cost+ Modell von Gesetz wegen verboten werden müste, da dieses solche Geschäftspraktiken nur befeuert.

  10. 21.

    Ich hoffe mal das nicht zu viele BR-Mitglieder aus der Führungsebene vorhanden sind, den diese sind meist pro Arbeitgeber.
    Hier sollte mal geschaut werden ob da nicht ein Interessenkonflikt besteht.
    Denn wie schon mal geschrieben, soll ein BR die Arbeitnehmer vertreten und NICHT die Arbeitgeber.
    Soviel ich noch von damals weiß tanzt der BR in Nürnberg wohl nach der Pfeife der Geschäftsleitung und dies will kein Mitarbeiter hier in Berlin.
    Ich wünsche den Mitarbeitern von SellByTel viel Glück mit dem neuen BR.

  11. 20.

    Wurde ja schon viel gesagt, über die Klage Wut des BR's. Der Anwalt freut sich, ist ja quasi eine Klageflatrate die er hat. Jedoch die aktuell beste Klage finde ich ist, dass der alte BR gegen die Hygienehinweise auf den Toiletten geklagt hat. Unfassbar und einfach nur lächerlich. Passt aber zum gesamt Bild des BR's, Klagen auf Teufel komm raus, Hauptsache es werden wieder unnötige Kosten verursacht.
    Ich bin froh das es endlich einen neuen BR gibt, der hoffentlich wieder für die wirklichen Interessen der Arbeitnehmer da ist und nicht dagegen.
    Einziges Manko des neuen BR's ist, dass die alte Vorsitzende auch wieder mit im Boot ist, welche offen Kund getan hatte, den Betrieb zu zerstören.
    Mal sehen wie es sich entwickelt.

  12. 19.
    Antwort auf [Daunenjacke] vom 20.04.2017 um 10:19

    Die beiden LInks

    https://arbeitsunrecht.de/sellbytel-atos-kuendigung-von-9-betriebsratsmitglieder/
    https://www.kununu.com/de/sellbytel-group/kommentare

    sind die ersten beiden Google-Hits auf die Suchbegriffe "sellbytel" + "betriebsrat", deswegen hab ich die verlinkt. Beide bestätigen die Berichterstattung des RBB. Ich habe nichts mit den beiden Websites zu tun und habe dort noch nie irgendwas gepostet, sondern nur Google bedient.

    @anonym: Bestimmt möchte ich niemanden der Mitarbeiter als dumm bezeichnen. Sprüche wie "Nur wer sich hervorhebt, wird etwas erreichen können" klingen jedoch etwas unterwürfig, woraus sich die Vermutung ergibt dass das kein normaler Arbeitnehmer schreibt, sondern jemand der nur BWL studiert hat und wohl leitende Funktion ausübt.

  13. 18.

    Hätte der alte BR nicht seinen persönlichen Kleinkrieg gegen die Geschäftsleitung auf den Köpfen der MA ausgetragen, hätte sich die Belegschaft sehr wahrscheinlich nicht von ihm abgewendet.
    Sicher die SBt hat sich mittlerweile von einem Traumarbeitgeber zu einem Albtraum entwickelt, wo die einzelnen MA selten geschätzt werden und nur noch enormer Druck auf die Einzelnen ausgeübt wird.
    Soweit ich weiß, wurden in den wenigen Jahren über 80 Verhandlungen vor Gericht ausgetragen, wobei lediglich 9 zu Gunsten des BR ausgingen - das spricht schon allein für die Qualität dessen. Den Unmut zogen sich die BRler auch zu, weil sie ihrer regulären Arbeit nicht mehr nachgingen und somit die Kollegen in den Projekten im Stich ließen.

  14. 17.

    Es kann nur noch besser werden. Der Betriebsrat hatte mir nicht einmal gestattet Überstunden aufzubauen, auf das ich hätte einen Tag eher gehen können. Statt dessen bekam ich die Mitteilung, das ich doch einen halben Tag Urlaub nehmen soll. Das ich aber meinen Urlaub anders verplant hatte, war dem egal. Ich bin froh das dieser Betriebsrat weg ist und vielleicht so wieder Ruhe einkehrt. Ich kann nicht verstehen, das man den alten Betriebsrat so hinter her weint. Und ich kann auch nicht verstehen, warum dieser sich jetzt erst so groß an die Presse wendet. Dieser war so lange im Amt und hätte viel früher was machen können. Ich habe mir die Links angeschaut, die sind uralt! All meine Kollegen im Team hoffen, das der neue Betriebsrat besser wird als der alte BR.

  15. 16.

    Was Herr Kalinowski in der Aufregung des Interviews wohl auch vergessen hat ist die Tatsache, dass der BR bereits vor knapp 2 Jahren per Gerichtsbeschluss aufgelöst wurde. Das muss man als BR auch erst mal hinkriegen.

    Dennoch hat man sich bis zuletzt mit Händen und Füßen gegen Neuwahlen gewehrt wie der Teufel gegen das Weihwasser. Da musste dann auch schon mal ein fehlender Drucker für die Wahlkommission als Ausrede herhalten.

    Die Aussage, dass der BR alle Rechtsstreitigkeiten gewonnen habe, muss das Resultat eines sehr eingeschränkten Erinnerungsvermögens sein.

  16. 15.

    Ich bin nicht aus Berlin und ich kenne den BR nicht persönlich, was ich jedoch von Kollegen (Agenten) zu diesem Betriebsrat aus Berlin gehört habe, ist mehr als schädlich. Schädlich für den Mitarbeiter wie auch für den Betrieb.
    Der BR in Berlin hat wissentlich Projekte torpediert und hat die Arbeitslosigkeit der Kollegen und Kolleginnen aus Eigeninteresse und Machtgehabe toleriert. Herr Kersten, warum wurden keine Mitarbeiter befragt? oder haben Sie eventuell dem Gesamtbetriebsrat kontaktiert und die Hintergründe "sauber" recherchiert? Sicherlich ist bei Sellbytel nicht alles Gold was glänzt und auch ich würde mich über ein höheres Gehalt sehr freuen, was ich jedoch nicht tolerieren kann sind Beiträge die unsauber recherchiert sind.

  17. 14.

    Als ehemaliger SBT-Mitarbeiter, der keinesfalls mit der Firmenpolitik einverstanden war und ist, aber auch den Betriebsrat in viele Farben kennengelernt hat, bin ich doch sehr enttäuscht von der sehr unausgewogenen Berichterstattung. des RBB
    Ohne Frage ist die Firma das komplette Gegenteil eines Wunscharbeitgebers. Der Betriebsrat war aber auch alles andere als ein Wunschbetriebsrat. Dessen Vorsitzende hat ja nicht mal einen Hehl daraus gemacht, dass sie die Firma zerstören möchte - koste es was es wolle. Dieser Betriebsrat hat nicht nur konsequent gegen die Firma gearbeitet, sondern auch gegen die eigenen Beschäftigen. Die Abschaffung der elektronischen Zeiterfassung, hin zu Stift und Zettel war nur eines der grandiosen Meisterstücke.
    Jeder Schichtplan wurde wegen Kleinigkeiten vor Gericht gezerrt, sodass wir oft eine Woche vor dem nächsten Monat noch nicht wussten, wann wir arbeiten werden. Waren dann wirklich mal Fehler im Schichtplan, wurde dieser vom BR trotzdem abgesegnet.

  18. 13.

    Die Wahl ist ausgegangen wie sie ausgegangen ist. Das Ergebnis dieser Wahl spricht FÜR eine Unzufriedenheit der Belegschaft mit dem alten BR ;-)

  19. 11.

    Eine Betriebsratsneuwahl ist kein Hinweis auf bestehende Unzufriedenheit. Sie kann z.B. notwendig werden, wenn BR-Mitglieder ausscheiden und keine Nachrücker mehr verfügbar sind. Sprüche wie "Nur wer sich hervorhebt, wird etwas erreichen können." oder "Nörgeln, Unruhe stiften, andere aufstacheln.... sind hier fehl am Platz. " sind außerdem Management-Speak und klingen gar nicht nach Callcenter-Agenten.

  20. 10.

    als ehemaliger Mitarbeiter kann ich sagen: Ja so kenne ich SellByTel.
    Mir wurde im Sommer 2014 gekündigt und gleichzeitig mit einem neuen Arbeitsvertrag mit weniger Geld und mehr Arbeitszeit gewunken.

    Hier kann ich nur noch sagen: Wenn ich ein Glücksbärchi wäre, dann ist auf meinem Bauch ein Mittelfinger.

  21. 9.

    Das Gehalt aus der Managerebene würde ich mir sogar gefallen lassen Mister anorak2 ;-)
    Nein, ich bin ein Mitarbeiter - Standort S16.

    Das es Unzufridenheit der Mitarbeiter gabt, zeigt doch die gerade mal eine Woche zurückliegende BR Neuwahl. Mehr muss ich dazu nicht schreiben - oder ?

    Unzufriedene Mitarbeiter gibt es überall. Was man aus sich macht, wie weit man kommt, das bestimmt man für sich selbst, je nachdem, wo man hin will. Das man dafür etwas tun muss, muss ich wohl nicht extra erwähnen.
    Nur wer sich hervorhebt, wird etwas erreichen können. Engagement und die Bereitschaft neues zu erlernen sind dafür Voraussetzung.
    Nörgeln, Unruhe stiften, andere aufstacheln.... sind hier fehl am Platz.

  22. 8.

    Na, ob hier nicht der eine oder andere Beitrag vom Management dieser Firma geschrieben wird? Einen anderen Eindruck bekommt man bei kununu
    https://www.kununu.com/de/sellbytel-group/kommentare

    Und dass die Firma Betriebsratsmitglieder mobbt, kann man hier lesen:
    https://arbeitsunrecht.de/sellbytel-atos-kuendigung-von-9-betriebsratsmitglieder/

    Sollte es tatsächlich Unzufriedenheit der (echten) Mitarbeiter mit dem Betriebsrat geben, ginge das das Management trotzdem nicht das Geringste an. Sie hätten sich auch dann komplett rauszuhalten, das ist nur eine Sache zwischen (echten) Mitarbeitern und Betriebsrat selbst. Allerdings glaube ich nicht eine Sekunde, dass das dort der Fall ist.

  23. 7.

    Betriebsräte sind eine Arbeitnehmervertretung.

    Der letzte Betriebsrat der Sellbytel war aber
    In erster Linie für sich selbst da
    in zweiter gegen das Unternehmen
    und erst wenn sich Interessenpunkte 1 und 2 nicht ausgingen kam der Mitarbeiter.

    Themen die einem Mitarbeiter zu Gute kamen, aber auch dem Unternehmen wurden abgewürgt, weil es nicht gegen das Unternehmen war.

    Und der Herr Kalnowski geht nicht, weil er keine Lust mehr hat, sondern weil für ihn kein Platz mehr im neuen Betriebsrat ist und er dann ja wieder "normal" arbeiten müsste. Das war aber noch nie so wirklich seins.

  24. 4.

    Ich vermute auf einen großen Teil dieses Beitrags !
    Auch ich finde es mehr als schade, das kein einziger Mitarbeiter (unabhängig vom BR) befragt wurde.
    Das einzige, was DIESER BR richtig gemacht hat ist, sich nach und nach aufzulösen !
    Wir wollen einen BR, wir brauchen ihn auch. Aber einen, der mit uns, mit der Geschäftsführung zusammenarbeitet. Das wir zusammen Lösungen finden und keine freien Gerichtstermine.
    Jetzt kann es nur besser werden !

  25. 2.

    Ihre eigenen Regeln besagen:
    Unwahre Tatsachenbehauptungen dürfen nicht gemacht werden

    warum tun sie dieses dann ?



  26. 1.

    Unglaublich, was da erzählt / berichtet wird ;-(
    Der Sender hätte auch mal Mitarbeiter dazu befragen sollen. Dieser BR war kein BR für UNS !
    Wir hoffen, das der neue BR sich wirklich für uns einsetzt und wir alle zusammen das Beste erreichen.

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