Pflaumenblüten (Quelle: imago)

Obstbau in Brandenburg - Obstblüten sind teilweise durch Frost geschädigt

Die vergangenen kalten Nächte mit stellenweise Frost haben zu Schäden bei den Brandenburger Obstbauern geführt. Es gebe Frostschäden an Kirschen und Pflaumen, sagte der Vorsitzende des Werderschen Obst- und Gartenbauvereins, Walter Kassin, am Donnerstag. Das Ausmaß sei aber je nach Lage sehr unterschiedlich. Äpfel, die erst später blühen, seien dagegen nicht betroffen.

Die Obstbauern hätten mit vielen Methoden gegen den Frost gekämpft. So seien teilweise alle zehn Meter Wachstonnen aufgestellt worden, um damit Hitze zu erzeugen. Andere hätten mit dem Traktor Wasser versprüht und künstliche Luftwirbel erzeugt. "Jeder hat versucht, zu retten, was zu retten ist", sagte Kassin. Der genaue Umfang der Schäden sei erst in einigen Tagen zu ermitteln.

Die Region Werder beliefert unter anderem Berlin mit Kirschen. Östlich von Berlin befinden sich vor allem große Gemüseanbaugebiete. Dort versuchte der Obsthof Wilms in Hohenwalde, einem Ortsteil von Frankfurt (Oder), mit sogenanntem Schwedenfeuer [ein Stück Baumstamm, das von innen brennt, d.Red.], Schäden an Kulturheidelbeeren zu verhindern. Dort waren die Temperaturen auf bis zu minus drei Grad gesunken.

Sendung: Antenne Brandenburg | 20.04.2017 | 14:30 Uhr

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