Entwurf des Architekten Rem Koolhaas für den neuen Axel-Springer-Campus (Quelle: Stephanie Pilick / dpa)

Finanzinvestoren greifen zu - Springer verkauft Immobilien für 755 Millionen Euro

Der Axel-Springer-Verlag verkauft zwei Immobilien-Filetstücke im Herzen Berlins für insgesamt 755 Millionen Euro. Der Neubau der Konzernzentrale gehe an einen norwegischen Staatsfonds, die Axel-Springer-Passage habe man an die Finanzinvestoren Blackstone und Quincap verkauft, teilte der Medienkonzern am Montag mit.

Für das Bürohaus gegenüber der Springer-Zentrale ist erst Anfang Juli der Grundstein gelegt worden, das dreizehngeschossige Bürohaus soll 2020 bezugsfertig sein. Springer will es langfristig vom norwegischen Staatsfonds zurückmieten. Auch den Großteil der nun veräußerten Passage will Springer weiter bis Ende 2020 nutzen.

Blackstone setzt bei Investments auf steigende Mieten

"Die zusätzliche Liquidität können wir für künftige digitale Wachstumsinitiativen einsetzen", begründete Springer-Finanzchef Julian Deutz die Transaktionen. Springer treibt vor allem sein Internetgeschäft voran und will für den US-Markt offenbar weitere Zukäufe tätigen."Der erzielte Verkaufspreis liegt deutlich über unseren ursprünglichen Erwartungen", freut sich Deutz.

Wenn Springer Ende der 2020-Jahre aus der Passage auszieht, dürfte der Nachmieter allerdings wenig Freude mit Blackstone haben.

Denn der Investmentriese aus New York spekuliert bei seinen Transaktionen entweder auf einen höheren Wiederverkaufspreis - oder auf steigende Mieten. In Spanien geriet Blackstone in die Kritik, weil das Unternehmen laut einem Bericht der NZZ tausende Sozialwohnungen übernahm, um sie, so die NZZ, nach der Vertreibung der Mieter zu renovieren und teurer weiterzuvermieten.

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