
Bilanz des ersten Quartals - Air-Berlin auch ohne Eigenkapital zuversichtlich
Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft steht nach dem ersten Quartal ohne Eigenkapital da - aber nicht mehr lange, versprechen Vorstand und Finanzvorstand. Denn das Blatt wende sich langsam für Air Berlin.
Trotzdem versuchten Vorstand und Finanzvorstand am Mittwoch, Optimismus zu verbreiten. Denn – so Finanzvorstand Hüttemeier – die Nettoverschuldung sei gesunken, die Liquidität in Ordnung. Außerdem erwarte man für die nächsten beiden Quartale eine saisonale Geschäftsbelebung, sprich: Urlaubsverkehr.

Unternehmens-.Chef: Sparprogramm zeigt Wirkung
Trotz der Verluste zum Jahresbeginn will Deutschlands zweitgrößte Airline zum Jahresstart im kommenden Jahr einen Nettogewinn erzielen – und das auch noch ohne zusätzliche Unterstützung von Großaktionär Etihad. Air Berlin hat das kapitalkräftige Unternehmen aus dem Golf-Emirat Abu Dhabi Ende 2011 an Bord geholt – Etihad stieg mit knapp 30 Prozent bei der Fluglinie ein und half immer wieder mit Finanzspritzen aus.

Eine Teilöffnung des neuen Flughafens BER, wie sie BER-Chef Mehdorn ins Gespräch brachte, beurteilt Unternehmens-Chef Prock Schauer zurückhaltend. Air Berlin gebe es nur in einem Flughafen, und zwar als Ganzes, sagte er. Wenn der neue Flughafen wirklich zuverlässig funktioniere, werde sein Unternehmen komplett umziehen.
Nach Angaben eines Unternehmenssprechers landen pro Woche rund 800 Air-Berlin-Flieger in Tegel.
