
Bürger wollen nicht umgesiedelt werden - Tagebau-Gegner starten Unterschriftenaktion
Gegner des Braunkohletagebaus haben in Potsdam eine Unterschriftenaktion gestartet. Sie wehren sich gegen die Zerstörung weiterer Dörfer in Südbrandenburg. Zugleich startete eine weitere Bürgerbefragung zu dem Thema.
Kohlegegner haben am Donnerstag in der Potsdamer Fußgängerzonegegen eine Erweiterung des Lausitzer Tagebaus Welzow-Süd protestiert. Sie sammelten Unterschriften gegen die Abbaggerung weiterer Dörfer im Süden Brandenburgs.
Unterstützt wird die Aktion von den Grünen. Die brandenburgische Landesvorsitzende Annalena Baerbock sagte, neue Gruben widersprächen den Klimazielen der Landesregierung. Die Braunkohle aus den aktiven Vattenfall-Tagebauen reiche für die Kraftwerke bis 2030.
Zugleich begann am Donnerstag eine weitere Bürgerbefragung zu dem umstrittenen Thema. Auch Vereine, Verbände, Kommunen und Parteien können sich in dem Beteiligungsverfahren äußern. Es soll bis zum 27. September laufen.

Etwa 800 Menschen betroffen
Die Unterlagen zum Entwurf des Braunkohleplans Welzow-Süd II und zum Umweltbericht liegen bis 17. September in den betroffenen Gemeinden der Landkreise Spree-Neiße und Oberspreewald-Lausitz aus. In Sachsen werden die zuständigen Behörden an dem Verfahren beteiligt, wie die Gemeinsame Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg in Cottbus mitteilte. Bereits 2011/12 lief ein öffentliches Beteiligungsverfahren zur Erweiterung der Grube Welzow. Dazu gingen 4800 Einwendungen ein, der Plan wurde überarbeitet.


