Besucher stärken sich am 15.01.2016 auf der Grünen Woche in Berlin in der Halle des Bundeslandes Brandenburg (Quelle: dpa)

Grüne Woche in Berlin - Brandenburg-Halle voll ausgebucht - Tausende Besucher erwartet

Spreewälder Gurken, Obst und Gemüse aus Werder, Kuchen, Brot und Wurst aus Eberswalde oder Golßen: In der Brandenburg-Halle bei der Grünen Woche ist der Tisch wieder reich gedeckt. Zudem gibt es neue Anbieter zu entdecken.

Auf der Grünen Woche (20. bis 29. Januar) werden in diesem Jahr etwa 75 Anbieter aus Brandenburg vertreten sein und mit regionalen Produkten die märkische Land- und Ernährungswirtschaft repräsentieren. Die Brandenburg-Halle ist damit ausgebucht, sagte Brandenburgs Agrarminister Jörg Vogelsänger (SPD) am Mittwoch in Berlin.

Einige Firmen seien neu dabei, andere bereits alte Hasen, so Vogelsänger weiter. Auch kleine Betriebe, für die eine ganze Woche auf der weltweit größten Agrarmesse zu aufwendig sei, könnten tageweise mit von der Partie sein.

Regionalität soll in die Hauptstadt gebracht werden

Seit 25 Jahren locke Brandenburg mit einer eigenen Halle, sagte der SPD-Politiker. In jedem Jahr kämen Zehntausende Besucher und informierten sich über die Angebote. Dabei seien auch Unternehmen der Tourismusbranche, die für Urlaub in Brandenburg werben.

"Wir wollen Regionalität in die Hauptstadt bringen und zeigen, was die märkische Ernährungswirtschaft leisten kann", betonte Hanka Mittelstädt, Vorstandsvorsitzende des Verbandes zur Förderung des ländlichen Raumes in der Region Berlin-Brandenburg (pro agro). Traditionell wird auf der Grünen Woche der Marketingpreis von "pro agro" verliehen. 46 Bewerbungen gingen ein. Auch der Ausrichter der 23. Landpartie wird bekanntgegeben.

Wirtschaft hat Verbrauchervertrauen im Blick

Auf der Messe gebe es für Produzenten gute Gelegenheiten, um Netzwerke zu gründen. Die 350 Mitgliedsbetriebe des Verbandes verzeichneten pro Jahr einen Umsatz von etwa zwei Milliarden Euro und beschäftigen etwa 6.500 Mitarbeiter.

"Es ist wichtig, bei den Verbrauchern weiter Vertrauen zu gewinnen", sagte Dorothee Berger, Sprecherin des Clusters Ernährungswirtschaft in Brandenburg. Für die meist mittelständischen  Betriebe seien Wachstum und gestiegene Nachfrage auch eine große Herausforderung. Damit die Kleinen im Wettbewerb mit großen Handelsbetrieben bestehen können, müssten stärker gemeinsam an Projekten gearbeitet werden.