F60 in Jänschwalde (Quelle: ems)

Strukturwandel in virtueller Realität - Auf heißen Kohlen: 360-Grad-Videos aus der Lausitz

Gigantische Kohlegruben auf der einen Seite, das Werben um Bade-Touristen auf der anderen: Die Lausitz steckt mitten in einem Strukturwandel. 360-Grad-Filme machen diesen Umbruch, der so viele Lebensbereiche umfasst, greifbar.

Ein 360°-Projekt der electronic media school über die Abhängigkeit der Lausitz von der Braunkohle.

 

Ein 360°-Projekt der electronic media school über die Abhängigkeit der Lausitz von der Braunkohle.

 

Ein 360°-Projekt der electronic media school über die Abhängigkeit der Lausitz von der Braunkohle.

 
Winfried Böhmer vom Aktionsbündnis "Klare Spree" an einem verockerten Fluß im Spreewald (Quelle: ems)

360-Grad-Video | Braune Spree - "Dieses Gewässer ist ökologisch tot"

Seit Jahren beobachten die Menschen in der Lausitz, wie die Zuflüsse der Spree und die Spree selbst immer brauner werden - so braun wie die Braunkohle, deren Gewinnung die sogenannte Verockerung der Spree verursacht. Doch was ist Verockerung? Und lässt sie sich aufhalten? Von Elisa Luzius und Vanessa Kockegei

Nachrichten zum Thema Lausitzer Braunkohle:

Weitere Meldungen

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  • Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kommt neben Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) am 26.10.2016 zur Sitzung des Bundeskabinetts im Kanzleramt in Berlin (Quelle: Michael Kappeler /dpa)

    Brandenburg zeigt sich erfreut 

    Regierung kann sich nicht auf Klimaschutzplan einigen

    Umweltministerin Hendricks wird ohne Klimaschutzplan zur Weltklimakonferenz fahren müssen. Wirtschaftsminister Gabriel verweigerte sich einer eigentlich erwarteten Einigung. Die Brandenburger Landesregierung hatte gegen den Plan gekämpft und zeigt sich erfreut.

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    Woidke warnt vor Einschränkungen 

    Neue Debatte über Braunkohle im Klimaschutzplan

    Der Klimaschutzplan soll festlegen, wie Deutschland den Ausstoß von Treibhausgasen reduziert. Seit Wochen streiten die verschiedenen Wirtschaftszweige, wo es Einschränkungen geben soll. Brandenburgs Ministerpräsident Woidke warnte am Dienstag erneut, den Kohletagebau zu beschneiden.

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    Nach Protesten zu Pfingsten in der Lausitz 

    Zahl der Verfahren gegen Kohle-Gegner könnte weiter steigen

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  • Ex-Tagebau bei Cottbus wird zum Ostsee (Quelle: dpa/Patrick Pleul)

    Erörterungstermin zum Cottbuser Ostsee 

    "Die lassen uns hier absaufen"

    Die einen hoffen auf Touristen, die anderen haben Angst "abzusaufen" - richtig kalt lässt der Ostsee wohl keinen. Der Energiekonzern LEAG will den früheren Tagebau ab 2018 fluten. Welche Bedenken es dagegen gibt, wurde am Dienstag in Cottbus deutlich.

  • Blick aus östlicher Richtung vom Dorf Grießen (Brandenburg). Aus den Tagebauen Jänschwalde und Cottbus-Nord werden täglich etwa 60.000 Tonnen Braunkohle gefördert. (Quelle: dpa/Patrick Pleul)

    Bauarbeiten am Ostsee haben begonnen 

    Die "Badewanne für Cottbus" wird angebaggert

    Es sind riesige Erd- und Wassermassen – aber auch Aktenordner, die bewegt werden müssen, bis der ehemalige Tagebau Cottbus-Nord geflutet sein wird. Der Prozess wird sich vielleicht mehr als zehn Jahre hinziehen. Die Laster haben sich jetzt in Bewegung gesetzt. 

  • Vattenfall Heizkraftwerk (Quelle: Daniel Naupold / dpa)

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    Raus aus der Braunkohle – rein in die Gewinnzone

    Eine Milliarde Euro Verlust hat der Stromkonzern Vattenfall 2015 gemacht. Doch nach dem Verkauf der Braunkohle-Sparte präsentiert der Konzern wieder schwarze Zahlen. Die Brandenburger Kommunen haben nichts mehr davon.

  • Braunkohle-Gegnerin am 25.10.2016 vor dem Landgericht Cottbus (Quelle: dpa/Anna Ringle)

    Berufungsprozess in Cottbus 

    Braunkohle-Gegnerin gibt Namen preis und wird milder bestraft

    Eine Aktivistin, die bei Braunkohle-Protesten in der Lausitz einen Polizisten verletzte, wollte vor Gericht nicht ihren Namen nennen. Das Urteil: zwei Monate Haft. Im Berufungsverfahren hat sie nun gesagt, wie sie heißt - und muss nur noch eine Geldstrafe zahlen.

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    Staatssekretär Rainer Baake 

    Mr. Energiewende kämpft für die Kohle-Kommission

    Der Weltklimavertrag ist verabschiedet – dennoch denkt der neue Eigentümer der Lausitzer Braunkohle über neue Tagebaue nach. Der "Mr. Energiewende" im Bundes-Wirtschaftsministerium, Rainer Baake, will das verhindern. Aber kann er sich durchsetzen? Von Robin Avram

  • Ein Bagger mit einer Furchengabel entfernt einen Baumstumpf (Quelle: dpa/Ronald Wittek)

    Bundesverfassungsgericht 

    Gerichte müssen Enteignungsverfahren intensiver prüfen

    Kann ein Gerichtsstreit um ein Waldstück, dessen Eigentümer enteignet werden soll, einen riesigen Braunkohletagebau zum Stillstand bringen? Im Grunde ja, sagt das Bundesverfassungsgericht und stärkt damit Eigentümerrechte - ein Fall mit Konsequenzen.

  • Antenne-Stammtisch: Wohin steuert die Energieregion Lausitz? , (c) Antenne Brandenburg

    Stammtisch von Antenne Brandenburg 

    Die Lausitz ringt weiter mit dem Strukturwandel

    Die Lausitz steht vor einem großen Strukturwandel: Schrittweise weg von der Kohle, hin zu erneuerbaren Energien. Doch über den Weg dorthin herrscht große Uneinigkeit. Das zeigte auch eine Podiumsdiskussion von Antenne Brandenburg. Von Sebastian Schiller

  • Die Pressekonferenz der neugegründeten LEAG (Quelle: rbb/Jasmin Schomber)

    Alte Firma, neuer Eigentümer 

    Lausitzer Tagebaufirma heißt jetzt LEAG

    Das Unternehmen LEAG betreibt künftig die Gruben und Braunkohlekraftwerke in der Lausitz. Den Namen gab das neue Eigentümerkonsortium EPH nach der ersten Aufsichtsratssitzung am Dienstag bekannt. Doch es ging nicht nur um den Namen der Firma, sondern auch um Personalien.

  • ARCHIV: Blick auf Abraumhalden im Braunkohletagebau Welzow der Vattenfall AG nahe Welzow (Quelle: dpa/Patrick Pleul)

    Erste Aufsichtsratsitzung in Cottus 

    EPH schmiedet Zukunftspläne für die Lausitz

    Nach dem Verkauf der Brandenburger Kohlesparte an EPH bekommt das Unternehmen am Dienstag einen neuen Vorstand sowie einen neuen Namen. Unklar ist allerdings, wie deutlich sich die Firmenchefs über neue Pläne äußern - über Abbaggerungsvorhaben und die Zukunft der Kohle. Von Andreas Rausch 

  • Das Kraftwerk Jänschwalde im Januar 2016 (Quelle: imago/Rainer Weisflog)

    Interview | Weltklimavertrag und Lausitzer Kohle 

    "Die Braunkohle-Bekenntnisse sind Teil des politischen Spiels"

    Die EU hat den Weltklimavertrag in Kraft gesetzt - trotzdem hält die Brandenburger Landesregierung weiterhin an der klimaschädigenden Braunkohle fest. Doch spätestens 2018 wird Ministerpräsident Woidke dem Kohle-Ausstieg zustimmen, meint Christoph Podewils vom Thinktank "Agora Energiewende".

  • ARCHIV - Ein Absetzer schüttet Abraum auf eine Halde im Braunkohletagebau Welzow-Süd der Vattenfall AG in Welzow. (Quelle: dpa/Patrick Pleul)

    Verkauf von Vattenfall-Sparte an EPH vollzogen 

    Brandenburgs Braunkohle jetzt in tschechischer Hand

    Der schwedische Energiekonzern Vattenfall hat sich komplett aus dem deutschen Geschäft mit Braunkohle zurückgezogen. Der Verkauf von Kaftwerken und Tagebauen in Brandenburg und Sachsen an den tschechischen Energieversorger EPH wurde am Freitag vollzogen.

  • Dunkle Wolken über dem Braunkohletagebau Welzow-Süd (imago/Rainer Weisflog)

    Strukturwandel in der Region 

    Die Lausitz bekommt eine eigene Stabsstelle im BMWi

    Der Braunkohleausstieg sorgt in der Lausitz für Verunsicherung: Was passiert mit den 8.000 Kumpel im Kohlerevier? Inwieweit unterstützt der Bund die Region? Auf diese und andere Fragen erhoffte sich die Lausitzrunde am Dienstagabend Antworten - und bekam diese auch, und zwar vom Bundeswirtschaftsminister höchstpersönlich.

  • Braunkohletagebau in der Lausitz (Quelle: imago/Christian Ditsch)

    Reaktionen | Vattenfall darf Kohlesparte verkaufen 

    "Verkauf widerspricht europäischen und deutschen Klimazielen"

    Deutschlands zweitgrößtes Braunkohlerevier darf den Besitzer wechseln - und Vattenfall und Brandenburgs Wirtschaftsminister sind erwartungsgemäß erleichtert. Die Grünen und Greenpeace fordern: Keine neuen Tagebaue und Rückstellungen für Folgekosten. Reaktionen auf den Lausitz-Deal.

  • Belgien: Europäische Kommission (Berlaymont-Gebäude) in Brüssel am 15. Mai 2015 (Quelle: dpa/Daniel Kalker)

    rbb exklusiv | Verkauf der Lausitzer Braunkohlesparte 

    EU-Kommission genehmigt Vattenfalls Braunkohleverkauf

    Die EU-Wettbewerbskommission hat am Donnerstag den Verkauf der Braunkohlesparte des schwedischen Energiekonzerns Vattenfall an die tschechische EPH-Gruppe genehmigt. Der Deal habe keine negativen Folgen für den Energiemarkt, hieß es in der Begründung. Der Eigentümerwechsel soll, so EPH im rbb, zum Monatsende erfolgen.

  • Blick am 15.05.2016 über riesige Abraumhalden hinweg auf eine Förderbrücke im Braunkohletagebau Welzow Süd der Vattenfall AG in Welzow (Quelle: Patrick Pleul/dpa)

    Lärmbelastung Thema in der Stadtveordnetenversammlung 

    Welzow will Nachtarbeit im Tagebau beschränken

    Der Tagebau Welzow Süd rückt immer näher an die Stadt heran. Für die Welzower heißt das: Mehr Staub und Lärm, und zwar auch nachts. Die Stadtverordneten haben jetzt eine Stellungnahme beschlossen, nach der bei starkem Wind in Richtung Stadt die Arbeit nachts ruhen soll.

  • Bergbausanierer will Eisenbelastung der Spree verringern (Quelle: dpa / patrick Pleul)

    Eisenschlammmaschine für braune Spree 

    Nur noch hellbraun – aber erst in einem Jahr

    Rund um Weihnachten in einem Jahr will der Bergbausanierer LMBV eine neue Maschine einsetzen. Ein bisschen mehr als 500 Kilo Eisenockerschlamm täglich soll der Apparat dann aus dem Wasser holen. Das Braune im Wasser werde so nie verschwinden, es färbe sich höchstens hellbraun, argumentieren Umweltschützer.

  • Touristen schauen am 27.07.2016 auf Abraumhalden im Braunkohletagebau Welzow Süd der Vattenfall AG (Quelle: dpa/Jens Kalaene)

    Brandenburg verzichtet auf Extra-Topf für Kohle-Rückbau 

    Vattenfall muss keine Sicherheitsleistungen erbringen

    Vattenfall muss in seinen Bilanzen Geld für die spätere Rekultivierung der Tagebaue einplanen. Auf diese Rückstellungen, das verspricht Brandenburgs Wirtschaftsminister Gerber, hat er ein Auge. Das andere Auge kneift Brandenburg aber offenbar zu: Denn nach rbb-Recherchen verzichtet das Land darauf, dass Vattenfall Geld auch real zurücklegt, nicht nur rechnerisch.

  • EPH-Haupteigentümer Daniel Kretinsky (Quelle: dpa)

    Umweltschützer erwarten finanzielle Tricks bei Braunkohleverkauf 

    Greenpeace sieht in EPH einen "skrupellosen Investor"

    Für Greenpeace bedeutet der Verkauf des Braunkohlerviers in der Lausitz an den Investor EPH nichts Gutes: Die Umweltschützer werfen dem tschechischen Energiekonzern vor, nur auf Profit zu setzen und ökologische sowie soziale Fragen zu vernachlässigen. Die Kritik an EPH veröffentlicht Greenpeace am Mittwoch in einem "Schwarzbuch".

  • Brandenburg, Braunkohle, Grube des Tagebau Welzow-Süd, aufgenommen am 14.05.16. "Ende Gelände"-Klimacamp bei Proschim in der brandenburgischen Lausitz (Quelle: imago / Christian Ditsch).

    Vattenfall-Übernahme verzögert sich 

    EPH will bis Weihnachten Tagebaupläne für die Lausitz vorlegen

    Die Hoffnungen waren groß in Tagebau-nahen Orten wie Atterwasch, Welzow oder Proschim: Nachdem Vattenfall Umzugspläne gestoppt und die Braunkohlesparte verkauft hatte, hatten hunderte Menschen auf ein Ende der Abbaggerung gehofft. Doch der neue Besitzer EPH könnte die auf Eis gelegten Pläne wiederbeleben. Von Andreas Rausch