Vor Beginn des zweiten Erörterungstermins zur Tagebauerweiterung in Welzow-Süd haben sich am Dienstag morgen mehrere hundert Demonstranten versammelt, um ihren Standpunkt deutlich zu machen.
Vor den Messehallen in Cottbus standen sich Befürworter des neuen Tagebaus, die selbst in der Braunkohlenindustrie arbeiten ...
... den Tagebaugegnern gegenüber. Neben den Menschen aus Proschim und Welzow, deren Ortschaften ganz oder teilweise abgebaggert werden sollen...
...protestierten auch Befürworter der Energiewenden gegen den Aufschluss eines neuen Tagebaus im Jahr 2027. Nach Angaben des Bündnis Klima-Allianz sollen mehr als 120.000 Menschen Einwände gegen die Tagebau-Pläne des Energiekonzerns Vattenfall eingereicht haben.
Greenpeace warnt bei der Demonstration mit diesem symbolhaften Bild vor den Folgen, die der Ausbau Welzow Süd II für die Energiewende haben könnte.
Hintergrund der Proteste sind die Pläne des Energiekonzerns Vattenfall, der insgesamt 204 Millionen Tonnen Braunkohle aus dem Boden der Region um Proschim abbagern will. Die Kohle soll die Versorgung des 1998 in Betrieb genommenen Kraftwerks Schwarze Pumpe bis ins Jahr 2042 sichern. Mehr Bildergalerien
Die Braunkohle hat in den vergangenen Jahrzehnten die Landschaft der Lausitz verändert - und tausende Menschen aus ihren Heimatdörfern vertrieben. Gleichzeitig bringt sie der Region Arbeit. Beispiel Welzow Süd: Dort sollen neue Kohlefelder erschlossen werden, wogegen sich die Anwohner wehren. ...