
Braunkohlen-Stromproduktion steigt - Vattenfall fördert mehr Kohle in der Lausitz
Energiewende hin oder her, es läuft gut für die Braunkohle. Deutschlandweit ist die Stromproduktion aus Braunkohle auf ihren höchsten Wert seit 1990 gestiegen - in der Lausitz fördert Vattenfall immer größere Mengen des klimaschädlichen Rohstoffs. 2013 sogar 1,2 Millionen Tonnen mehr als noch im Vorjahr.
Der Energiekonzern Vattenfall hat im vergangenen Jahr 63,6 Millionen Tonnen Braunkohle aus seinen Tagebauen in der Lausitz geholt. Das waren 1,2 Millionen Tonnen mehr als 2012, wie ein Unternehmenssprecher am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa sagte.
Der Rohstoff für die Stromgewinnung wird in den südbrandenburgischen Kohlegruben Jänschwalde, Cottbus-Nord und Welzow-Süd sowie in den ostsächsischen Tagebauen Nochten und Reichwalde gefördert.
Die drei Lausitzer Vattenfall-Braunkohlekraftwerke, das sächsische Kraftwerk Lippendorf, das dem Unternehmen zur Hälfte gehört, sowie Pumpspeicher- und Gasturbinenkraftwerke erzeugten 2013 zusammen rund 60 Milliarden Kilowattstunden Strom. Das waren zwei Milliarden mehr als 2012.
Bundesweit höchster Wert seit 1990
Bundesweit stieg die klimaschädliche Stromproduktion aus Braunkohle 2013 auf den höchsten Wert seit 1990. Nach vorläufigen Zahlen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen wurden über 162 Milliarden Kilowattstunden Strom in deutschen Braunkohlekraftwerken erzeugt. 1990, als noch viele DDR-Meiler liefen, waren es knapp 171 Milliarden Kilowattstunden.
Neben der Lausitz wird besonders im Rheinland Strom aus Braunkohle produziert.






