Luftaufnahme der Dünnschicht-Solarmodule am ehemaligen russischen Militärflugplatz Groß Dölln (Quelle:dpa)

1,5 Millionen Solarmodule zieren alte Bunkeranlagen - Ex-Militärflugplatz wird zu Solarpark

Strom für 36.000 Haushalte soll das neue Solarkraftwerk im uckermärkischen Groß Dölln produzieren. Das Werk ist am Freitagnachmittag auf einem ehemaligen sowjetischen Militärflugplatz eröffnet worden. Die Kollektoren für die Solar-Anlage stammen vom Unternehmen First Solar in Frankfurt (Oder).

Neunutzung eines ehemaligen russischen Militärflugplatz: In der Uckermark ist am Freitag ein Solarkraftwerk offiziell eröffnet worden. Mit der Anlage in Groß Dölln bei Templin sollen rund 36.000 Haushalte mit Strom versorgt werden, wie der Betreiber Belectric Solarkraftwerke mitteilte.

Strom für Berlin und Brandenburg

1,5 Millionen Solarmodule wurden installiert, das Gelände auf dem ehemaligen Flugplatz erstreckt sich auf 212 Hektar - der Solarpark sei damit der größte Europas, so der Betreiber aus Kolitzheim in Bayern bei der offiziellen Eröffnung am Freitag. Rund 200 Millionen Euro hat das Unternehmen nach eigenen Angaben investiert.

Die Module sollen pro Jahr mehr als 120 Millionen Kilowattstunden Strom produzieren - vor allem für Haushalte in Berlin und im Norden Brandenburgs. Die Belastung der Region durch Kohlendioxid soll damit um jährlich 90.000 Tonnen reduziert werden.

Aus für First Solar in Frankfurt

Aus Sicht von Brandenburgs Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke) ist das Kraftwerk ein wichtiger Schritt für den Ausbau der erneuerbaren Energien in Brandenburg. Das Land will mit seiner Energiestrategie deren Anteil deutlich erhöhen. Zur Einweihung des neuen Solarparks war auch Jürgen Trittin, Grünen-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl, gekommen.

Die Dünnschicht-Module stammen von First Solar in Frankfurt (Oder). Das US-Unternehmen gab erst im Frühjahr bekannt, seine beiden Werke in Frankfurt (Oder) zu schließen. Als Grund nannte der Solarmodulhersteler den hohen Konkurrenz- und Preisdruck auf dem Weltmarkt, der die Produktion am Standort Frankfurt (Oder) unwirtschaftlich mache.

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