Noch stehen die deutschen Hersteller gut da. Auf dem europäischen Markt konnte bislang noch kein chinesisches Unternehmen Fuß fassen – die Konkurrenz durch Unternehmen aus Fernost hält sich noch in Grenzen. Allerdings zeigt die Entwicklung in der Solarbranche, wie schnell es chinesischen Firmen in der Vergangenheit gelungen ist, eine beachtliche Konkurrenz aufzubauen.
Bislang konzentrieren sich die chinesischen Firmen vor allem auf den Markt in China. Chinesische Firmen wie Sinovel und Goldwind haben in jüngster Zeit allerdings auch wichtige Aufträge im Ausland bekommen, darunter in Osteuropa und der Türkei. Experten sehen vor allem in Asien, Osteuropa und Lateinamerika durchaus Potenzial für die Unternehmen aus China.
Gegenüber den Solarfirmen hat die Windbranche allerdings einen großen Vorteil: Der Transport von Windrädern ist wesentlich komplizierter und erheblich teurer. Oft rechnet es sich nicht, Windturbinen über lange Strecken zu transportieren. Zudem ist, wegen der komplexen Installation, die Nähe zum Produzenten wichtig – ein großer Vorteil für die europäischen Hersteller.