Der Laufroboter Mantis in einer aufrecht stehenden Haltung (Quelle: dfki/Hirth)
Bild: DFKI GmbH

Die Robo-Gottesanbeterin - Inspiration für die Weltraumforschung

Mit ihren sechs Beinen und der Fähigkeit, sich aufzurichten, hat die Gottesanbeterin Wissenschaftler des Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und der Universität Bremen inspiriert - für einen Roboter, der das All erkundet.

Ihr Name ist "Mantis", und sie kann eigenständig Planeten erforschen - die Robo-Gottesanbeterin kann sich mit Hilfe ihrer Greifarme selbstständig einen Weg durch hügeliges Gelände bahnen. Im Gegensatz zu anderen Krabbelrobotern ist sie in der Lage, ihren Oberkörper aufzurichten und Gegenstände zu heben. Durch eine Kamera im Kopf erstellt sie ein 3D-Bild der Umgebung. Die Daten werden per Satellit zur Erde übertragen. Der Mensch befiehlt dem Roboter, welches Ziel angesteuert werden soll.

Ihr Vorbild ist die Mantis Religiosa, die Gottesanbeterin. Sie gehört zu den wenigen Insekten, die sich aufrichten können. Die Robo-"Mantis“ wurde im Rahmen des Projekts "Limes" vom Robotics Innovation Center am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und der Universität Bremen entwickelt. Das Projekt wurde im April 2016 offiziell abgeschlossen, doch die Wissenschaftler arbeiten weiter an dem Robo-Insekt. Neben diversen Messeauftritten dient "Mantis" auch als Grundlage für das Forschungsprojekt "D-Rock", wo eine Software zur besseren Orientierung des Roboters entwickelt wird. 

Bei zukünftigen Raumfahrtmissionen soll "Mantis" vor allem in unebenem, schwer zugänglichem Terrain zum Einsatz kommen, etwa um Bodenproben zu entnehmen oder den Aufbau von Infrastruktur zu ermöglichen.