
Karwoche -
134 Meter lang, 99 Meter breit, 70 Meter hoch – ein monumentales Bauwerk! Im Speyerer Dom wurde künstlerisch, religiös und politisch Geschichte geschrieben.
Als vor 1000 Jahren die Salier an die Macht kamen, wollte Kaiser Konrad II. ein Zeichen setzen und ließ deshalb in den Sümpfen am Rhein eine Kathedrale bauen, die als Familiengrab den ewigen Machtanspruch der Salier demonstrieren sollte. Vor allem sein Enkel Heinrich IV. ging in die Geschichtsbücher ein: Im Machtkampf mit dem Papst musste er nach Canossa ziehen und verewigte sich mit seinem berühmten „Gang nach Canossa" im deutschen Sprachgebrauch. Nach seinem Kniefall vor dem Papst ließ er prompt den Speyerer Dom umbauen – zu einer Kirche, die sogar den Petersdom in den Schatten stellte. Später rief hier Bernhard von Clairvaux zum Kreuzzug auf und Rudolf von Habsburg ritt zum Sterben nach Speyer, um den Grabplatz Barbarossas einzunehmen.
Mit dem Speyerer Dom ist die deutsche und sogar die europäische Geschichte bis heute eng verbunden, zuletzt in den 16 Regierungsjahren Helmut Kohls, der seine Staatsgäste mit Vorliebe nach Speyer führte.
Fächer: Ethik / L-E-R / Geschichte / Bildende Kunst
Klasssenstufe: ab Klasse 7
30 Minuten
Herkunft: SWR

