
Quo vadis BRD? -
Das Grundgesetz formuliert als ein wesentliches Staatsziel den „Sozialstaat“. Soziale Sicherheit und soziale Gerechtigkeit sollen garantiert und angestrebt werden, um allen die Teilnahme an gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Entwicklungen zu gewährleisten. Die vielen Diskussionen um „Hartz IV“ und Berichte über „neue Armut“ in Deutschland lassen jedoch vermuten, dass wir uns von diesem Staatsziel eher wegbewegen.
Die vielen Diskussionen um „Hartz IV“ und Berichte über „neue Armut“ in Deutschland lassen jedoch vermuten, dass wir uns von diesem Staatsziel eher wegbewegen.
Angesichts der in den vergangenen zehn Jahren kontinuierlich auseinandergehenden Schere zwischen Arm und Reich ist die im Grundgesetz versprochene Gewährleistung für immer mehr Menschen eine leere Versprechung.
Der Film geht am Beispiel einer ausgewählten Kommune der Frage nach, was zu dieser Situation geführt hat. Ist der sogenannte Reform-Umbau durch Agenda 2010 und Hartz IV, also die Neuorganisation des Wohlfahrtssystems, daran schuld? Oder ist der drohende „Absturz der Mittelschicht“ nicht vielmehr die Folge einer verfehlten Wirtschafts- und Umverteilungspolitik? Einer Politik, die zulässt, dass Gewinne und Ressourcen privatisiert, Verluste und Risiken sozialisiert werden. Brauchen wir mehr oder weniger staatlichen Einfluss auf die Wirtschaft?
Beide Positionen werden im Film sowohl durch Vertreter aus der Wirtschaft als auch aus der Wissenschaft kontrovers zur Sprache gebracht.
Fächer: Politik / Sozialkunde
Klassenstufe: ab Klasse 9
30 Minuten
Herkunft: SWR

