
Kinderrechte -
Sandra ist in dieser schwierigen Situation: Sie hat keine Lust mehr auf ihre Ausbildung zur Gestaltungtechnischen Assistentin. Viel lieber möchte sie ihre Schule abbrechen und zusammen mit ihrem Freund ein Kind bekommen. Denn so, meint Sandra, hat sie eine Aufgabe in ihrem Leben und muss sich nicht mehr um ihren Beruf kümmern.
Nina Heinrichs will Sandra bei ihrer Entscheidung helfen. Soll sie ihren Freund überreden, in naher Zukunft gemeinsam mit ihr eine Familie zu gründen? Oder ist es doch sinnvoller, die Ausbildung zu beenden und auf eigenen Füßen zu stehen?
Gemeinsam besuchen sie die Beratungsstelle „Pro Familia“. Was heißt es eigentlich, einen Säugling 24 Stunden um sich zu haben? Damit Sandra dies am eigenen Leib erfährt, gibt die Beraterin ihr eine „Babybedenkzeit-Puppe“ mit. Bei einem Einkaufsbummel kommt Sandra schnell an ihre Grenzen und ist durch den Baby-Simulator richtig gestresst.
In einem Mutter-Kind-Heim treffen Nina und Sandra zwei junge Teenie-Mütter. Sie erfahren, dass diese nach der Geburt ihrer Kinder ganz alleine da stehen – ohne Freunde und Ausbildung. Die Leiterin der Mutter-Kind-Einrichtung erzählt, dass viele junge Mütter Schwierigkeiten haben, wieder einen Job zu finden. Und das ist wichtig: Denn auch wenn es staatliche Hilfen gibt, müssen die meisten Alleinerziehenden doch arbeiten, um mit ihren Kindern nicht dauerhaft in Armut zu leben.
Sandra muss sich jetzt entscheiden: Möchte sie ihren Ausbildungsplatz wirklich aufgeben? Oder überdenkt sie ihre Pläne für eine eigene Familie?
Fächer: Sozialkunde
Klassenstufe: ab Klasse 7
15 Minuten
Herkunft: WDR
